Forum „Zukunftsfähige Hochschule gestalten – Wo liegen die politischen Hebelpunkte?“ am 5.12. in Berlin

Am Montag, den 5.12.16 veranstalten das netzwerk n und die Heinrich-Böll-Stiftung ein gemeinsames Forum unter dem Titel „Zukunftsfähige Hochschule gestalten – Wo liegen die politischen Hebelpunkte?“. Das Forum ist Teil der konferenz n und findet in den Räumlichkeiten der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin statt.

Im Rahmen des Forums soll unter anderem ein Positionspapier des studentischen Netzwerks vorgestellt werden und anschließend mit einer breiten Öffentlichkeit aus Politik, Hochschule, Aktivist_innen und allen weiteren Interessierten diskutiert werden. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie der aktuelle Stand der Nachhaltigkeitsbestrebungen an Hochschulen ist und wie diese im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zukunftsfähig gemacht werden können.

Es wird um eine Anmeldung an bildung@boell.de gebeten.

Für die konferenz n (vom 3.-5.12. in Berlin) sind noch Restplätze vorhanden – Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie hier.

Uwe Schneidewind im Merton-Magazin zum Wandel in den Wirtschaftswissenschaften

In einem neuen Artikel seiner Kolumne „transformative Wissenschaft“ im Merton-Magazin des Stifterverbands geht Prof. Uwe Schneidewind auf die bisherige Rolle der Wirtschaftswissenschaften ein und fordert den Wandel hin zu einer „Möglichkeitswissenschaft“.

Der Kolumnenbeitrag erschien anlässlich der Spiekerooger Klimagespräche, die sich dieses Jahr dem Thema „Transformative Wirtschaftswissenschaften“ widmen.

Den Beitrag im Merton Magazin können Sie hier nachlesen.

NachDenkstatt 2016 – Denken.Handeln.Wandeln. vom 25.-27.11. in Oldenburg

Vom 25.-27. November 2016 findet an der Universität Oldenburg die NachDenkstatt 2016 statt, eine studentisch organisierte und transdisziplinär ausgerichtete Workshop-Konferenz, die zum mitdenken und selber handeln anregen soll, um gemeinsam den gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten.

Auf der Konferenz sollen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammen mit BürgerInnen, Studierenden und weiteren Interessierten gesellschaftlich relevante Lösungsansätze zu vorher definierten Problemen erarbeiten

Die Workshopthemen reichen dabei von materiellem Wohlstand über den Wandel auf individueller Ebene hin zu ökologischen Stoffströmen bis zu den Chancen der Digitalisierung für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei ist wichtig, dass zum Abschluss der Konferenz konkrete Ergebnisse im Sinne des transdisziplinären Prozesses erarbeitet worden sind, welche Aktive in Praxis und Wissenschaft zu neuen Fragen und Ansätzen anregen und erste Lösungsansätzen zu bestehenden Problemen bieten.

Bereits seit 2012 organisieren Studierende der Uni Oldenburg ehrenamtlich neben ihrem Studium die NachDenkstatt. Das Organisationsteam besteht dabei zu einem großen Teil aus Studierenden des Master in Sustainability Economics & Management. Alle weiteren Informationen finden Sie hier, für Interessierte gibt es die Möglichkeit, sich noch auf die Nachrückliste der Veranstaltung setzen zu lassen.

Reallabore Baden-Württemberg:
Reallabor Schorndorf

Im Februar 2016 startete das Baden-Württemberger „Reallabor Schorndorf: Zukunftsweisender Öffentlicher Verkehr – Bürgerorientierte Optimierung der Leistungsfähigkeit, Effizienz und Attraktivität im Nahverkehr (BOOLEAN)“ sowie die ergänzende Begleitforschung mit dem Vorhaben, ein ergänzendes Buskonzept zu entwickeln, das individuell abrufbar ist und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort in den schwächer ausgelasteten Nebenzeiten flexible Mobilität gewährleistet. Jetzt konnte mit Mercedes Benz Vans ein neuer Praxispartner dazugewonnen werden.

Die Besonderheiten des Projekts, das von einem vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) angeführten Konsortium durchgeführt wird, liegen in der Nutzung von Kleinbussen, die effizienter und ressourcenschonender als normale Linienbusse sind, sowie im Verzicht auf feste Haltepunkte. Dazu wird an einem digitalen Bedienkonzept geforscht, welches den Nahverkehr auf die individuellen Ansprüche der Nutzenden anpassen soll.

Im Rahmen der Projektentwicklung ist dann ein weiterer Schwerpunkt die umfangreiche Partizipation der Bürgerinnen und Bürger, für die seit Februar ein Konzept erarbeitet wurde, welches mit ersten Projektpräsentationen auf dem Schorndorfer Bürgermarkt nun in die Umsetzungsphase gegangen ist. Weitere Schwerpunkte des Beteiligungsprozesses liegen in vertiefenden Diskussions- und Experimentierrunden zur Fahrzeugentwicklung und der Erprobung des Bedienkonzeptes.

Als neuer Kooperationspartner konnte nun Mercedes-Benz Vans für die technische Entwicklung der Fahrzeuge gewonnen werden. u.a. für die Bereitstellung von Minibussen, als auch für die Bereitstellung von „Know-how“ zur Entwicklung des Bedienkonzeptes sowie der Informationsschnittstelle zwischen Leitstelle, Fahrpersonal und Nutzenden. Darüber hinaus möchte das Unternehmen das Beteiligungsverfahren unterstützen.

Aktuelle Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

DRIFT Workshopbericht zu Transformationsforschung

Im Rahmen eines Expertenworkshops am 14. Juni 2016 in Berlin zum Thema „Transformation Research – Goals, Contents, Methods“, organisiert vom Dutch Research Institute for Transition (DRIFT) und Ecologic, haben 25 führende Forscherinnen und Forscher über Ansätze, Ziele, Inhalte und Ergebnisse transformativer Forschung diskutiert. Ein besonderer Fokus lag auf geeigneten Methoden und Praktiken aus den Sozialwissenschaften, welche die Erforschung von Prozessen und der Dynamik von Transformationen aus verschiedenen Perspektiven ermöglichen.

Zum Workshop wurde nun von Julia Wittmayer und Katharina Hölscher ein abschließender Bericht veröffentlicht. Dieser fasst die Hauptargumente aus den Debatten zusammen und formuliert Fragestellungen für zukünftige Forschungsarbeiten zur Analyse und Unterstützung von Nachhaltigkeitstransformationen. Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Transformationsforschung hat sich in den letzten Jahren schnell als Forschungsperspektive entwickelt, um gesellschaftliche Veränderungsprozesse in Richtung nachhaltiger Entwicklung zu unterstützen. Dabei verbindet sie verschiedene Forschungsfelder und Ansätze, kombiniert theoretische Konzepte und Rahmenbedingungen und bedient sich unter anderem transdisziplinärer
Daraus ist eine intensive Debatte über die Legitimität, die gesellschaftlichen und institutionellen Auswirkungen sowie den Bedarf für entfacht.
Bislang fehlen jedoch weitgehend konzeptionelle Arbeiten zur empirischen und theoretischen Untersetzung von Transformationsforschung, ihren Methoden und inhaltlichen Schwerpunkten.

Der Workshop hat sich nun diesen Problemen zugewandt. Dabei wurden fünf wesentliche Diskussionspunkte in Bezug auf zukunftsweisende Forschungsfragen identifiziert, um Transformationsforschung weiterzuentwickeln „DRIFT Workshopbericht zu Transformationsforschung“ weiterlesen

Best-Practice Sammlung des netzwerk n veröffentlicht

Das netzwerk n hat am Freitag, den 7. Oktober seine Best-Practice-Sammlung zu Nachhaltigkeitsprojekten im Hochschulbereich im Rahmen des 3. Symposiums Nachhaltigkeit in der Wissenschaft (SISI) in Berlin veröffentlicht.

Die Best-Practice-Sammlung, welche in Kooperation mit der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit produziert wurde, zeigt 27 konkrete Projekte und Strukturen an Hochschulen auf, die bereits heute in den Bereichen Lehre, Governance, Betrieb und Forschung Nachhaltigkeit in der Praxis umsetzen. Die Bandbreite reicht, um einige Beispiele zu nennen, vom Studium Oecologicum in Tübingen, über das Kompetenzzentrum nachhaltige Entwicklung (Wien), die grüne Mensa  „Veggie No. 1“ (Berlin) bis zu einem Student Journal aus Maastricht.

Dabei stellen gerade Studierende und Initiativen an Hochschulen einen wichtigen Faktor im Rahmen des Transformationsprozesses zu Nachhaltigkeit dar. So schaffen diese es, durch ihr ehrenamtliches Engagement starke Veränderungsimpulse in die Institutionen hineinzutragen und sich öffentliches Gehör zu verschaffen, um notwendige Reformen einzufordern.

Die Best-Practice Sammlung können Sie hier herunterladen.
Bei Fragen können Sie sich an Lisa Weinhold vom netzwerk n wenden.

Koordinator/in für das Green Office der Universität Hildesheim gesucht

Das Green Office (Nachhaltigkeitsbüro) der Universität Hildesheim sucht im Rahmen einer Mutterschutzvertretung zum 1. Dezember eine/n neue/n Koordinator/in (TV-L E 13), zunächst befristet bis zum 07.03.2017 (100%). Mit einer voraussichtlich darauf folgenden Elternzeitvertretung vom 08.03.2017 bis 07.08.2017 (auf 100%) ist eine Weiterarbeit ab dem 08.08.2017 auf 50% möglich.

Die Aufgaben umfassen das Management des Green Office Hildesheim (u.a. Koordination der 6 Hilfskräfte, Teambildung, Vernetzung, Zukunftsplanung), die Nachhaltigkeitsberichterstattung,
sowie die Evaluation des Green Office Projektes. Außerdem interdisziplinäre Lehre im Umfang von 2 SWS pro Semester und
Begleitforschung mit der Möglichkeit zur Weiterqualifikation.

Die vollständige Stellenanzeige finden Sie hier.

Wandercoaching und Konferenz des netzwerk n

3. Runde des Wandercoachings

Das Wandercoaching des netzwerk n geht in die dritte Runde und studentische wie auch gemischte Gruppen können sich noch bis zum
9. Oktober für eine individuelle Beratung durch zwei ausgebildete Coaches des netzwerk n bewerben, um sich rund um das Thema nachhaltige Hochschule inhaltlich, methodisch und strategisch weiterbilden und coachen zu lassen.

Studentische Initiativen spielen eine wichtige Rolle in der Transformation der Hochschulen, um neue Impulse zu setzen. Daher fördert das BMBF das Wandercoaching im Rahmen des Projektes „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten„. Einen Eindruck von der letzten Runde des Wandercoachings vermittelt dieses Video. Alle weiteren Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

konferenz n

Das netzwerk n veranstaltet vom 3.-5. Dezember in Berlin bereits zum dritten mal seine jährliche konferenz n, diesmal zum Thema „Studentisches Engagement für nachhaltige Hochschulen – Alles neu durch die Sustainable Development Goals?“.
Informationen zur Anmeldung und Programm finden Sie in Kürze hier.
Ein Video von der letzten konferenz n im Januar in Berlin finden Sie hier.

perspektive n

Am Donnerstag, den 29. September findet im Rahmen des RASUM-Symposiums an der Hochschule Darmstadt eine Diskussionsrunde perpektive n zum Thema „Herausforderung Nachhaltige Entwicklung – die Hochschule Darmstadt weiter denken“, im Rahmen des RASUM-Symposiums der Schader-Stiftung statt.

Das Format „perpektive n“ stellt eine Reihe an Podiumsdiskussion im Fishbowl-Format an verschiedenen Hochschulen dar, in der jeweils mit Vertreter_innen der Hochschulverwaltung und Studierendenschaft Nachhaltigkeitsperspektiven für die jeweilige Hochschule diskutiert werden. Weitere Informationen zum Format finden Sie hier. Bei Fragen oder Interesse an einer solchen Veranstaltung vor Ort können Sie Michael Flohr kontaktieren.

Neuer Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ der Zempelin Stiftung

Die Zempelin Stiftung hat dem Wuppertal Institut Mittel zur jährlichen Vergabe eines Forschungspreises für transformative Wissenschaft gestiftet.

Anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums, welches am 8. September in Wuppertal im Rahmen eines Festaktes unter dem Motto „Making Utopia Possible“ gefeiert wurde, hat der Stifterverband dem Institut den Forschungspreis für „Transformative Wissenschaft“ für die nächsten fünf Jahre übergeben.

Jährlich soll das Institut im Rahmen eines Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens eine Preisträgerin oder einen Preisträger ermitteln, welche/r den mit 25.000€ dotierten Preis erhält. Dazu hat die Stiftung dem Wuppertal Institut insgesamt 250.000€ zur Verfügung gestellt, um die Ehrung im Rahmen eines Symposiums vorzunehmen, welches aktuelle Fragen zu transformativer Forschung adressiert.

Inhaltlich zielt der Forschungspreis auf „alle Formen von Wissenschaft, die Impulse auslösen, die den gesellschaftlichen Fortschritt befördern.“ Vorgeschlagen werden können NachwuchswissenschaftlerInnen, zivilgesellschaftliche Institutionen oder Wissenschaftseinrichtungen, die sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen annehmen und zu einer nachhaltigen Transformation unserer Gesellschaft und Umwelt beitragen, sowie solche, die sich der Nachwuchsförderung in dem Feld verdient machen.

Die offizielle Mitteilung vom Stifterverband finden Sie hier.

Stand der transformativen Forschung in NRW

Am Mittwoch, den 21. September 2016 fand in Düsseldorf eine Veranstaltung zum Thema „Transformative Forschung – Wo steht NRW?“, veranstaltet vom Wissenschaftsministerium NRW, statt.

Auf der Veranstaltung wurde der Stand der seit 2013 verfolgten Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“ diskutiert, die zum Ziel hat, umsetzungsorientierte Forschung zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu stärken. Sie zielt außerdem darauf ab, die Entwicklung von Themen wie der Energiewende, digitalem Wandel, Arbeit 4.0 oder Verbraucherschutzthemen nachhaltig auszugestalten und dabei auch die Zivilgesellschaft stärker einzubeziehen.

Im Rahmen eines „Science Match“ hat sich eine große Bandbreite an Projekten aus NRW vorgestellt, darunter die transdisziplinären Forschungskollegs und Regionalnetzwerke in NRW, die von Lebensqualität im hohen Alter über Kinder und Jugendgesundheit, Energieeffizienz und Ressourcen in der Landwirtschaft eine große Bandbreite an Themen bearbeiten.

Auch die Verbraucherzentralen NRW engagieren sich zunehmend in dem Feld, indem sie Verbraucherforschung für, mit und zu Konsumentinnen und Konsumenten betreiben.

Ebenfalls kontrovers diskutiert wurde, wie eine engere Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft möglich wäre. Während sich die Podiumsgäste hinsichtlich der allgemeinen Zielsetzung einer „transformativen“ Wissenschaft einig waren, kam die Kritik an Bürgeruniversitäten hier eher von außen.

Ein kürzlich erschienener Artikel in der Welt legt die Ängste in der Debatte anschaulich dar, berücksichtigt aber leider nicht den inzwischen sehr differenzierten Stand der Diskussion (vgl. dazu die Debatte in der GAIA).