Reallabor Symposium am 27.04.2018 in Karlsruhe

Am 27. April 2018 fand im Bürgerzentrum Südstadt in Karlsruhe das Reallabor Symposium statt. Die Reallabore, ihre Ergebnisse und Erfahrungen aus über 3 Jahren Reallabor-Forschung in Baden-Württemberg bildeten den Mittelpunkt der Veranstaltung flankiert von Inputs und Reflexionen aus Wissenschaft und Politik, interaktiven Elementen und einem festlichen Abendprogramm. Neben einer Reflexion des Erreichten gab es auch einen forschungspolitischen Ausblick zur Zukunft einer nachhaltigen Wissenschaft.

Der Tag startete mit einem Nachhaltigkeitsspaziergang des Reallabors 131 als Vorprogramm. Den Beginn des Symposiums bildete eine Einführung zur Wissenschaft für Nachhaltigkeit und der Reallabor Förderlinien von Dr. Felix Wagner gefolgt von eine Keynote von Prof. Dr. Lucia Reisch (Zeppelin Universität) mit dem Titel „Reallabore als Motor der Weiterentwicklung einer nachhaltigkeitsbezogenen Transformationsforschung und -Praxis?“. Die BaWü Labs und die Begleitforschungsteams präsentierten hiernach ihre Ergebnisse und Teams auf einer Messe den Besucherinnen und Besuchern des Symposiums.

Der zweite Teil der Veranstaltung startete mit Grußworten der Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, dem Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe Dr. Frank Mentrup und dem Vizepräsident des KIT Prof. Dr. Thomas Hirth. Es folgten fachliche Inputs zur Entwicklung des transformativen Formates Reallabor der Begleitforschungsteams, der BaWü-Labs – Dr. Oliver Parodi für die Reallabore aus Baden-Württemberg – und von Prof. Dr. Uwe Schneidewind in Namen der Expertenkommission Wissenschaft für Nachhaltigkeit.

Den Abschluss des Symposiums bildete eine hochrangig besetzte Fishbowl-Podiumsdiskussion zum Thema „Reallabor Forschung: Wohin gehst Du ?“. Teilnehmende Gäste waren unter anderem Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Dr. Eugen Huthmacher (BMBF) und Prof. Dr. Armin Grunwald (KIT/ITAS) sowie Dr. Regina Rhodius (Wissenschaftsdialog Nordschwarzwald) und Dr. Walter Vogt (Future City Lab Stuttgart).
Die Veranstaltung war sehr gut besucht mit Teilnehmenden aus den Bereichen interessierte Öffentlichkeit, Reallabor-Forschende und Praktiker, Fördermittelgeber und Kommunen, Unternehmen und NGOs bis hin zu Studierenden.

Eine Auflistung aller Reallabore der Förderlinien sowie in Kürze eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Lesetipp – Transdisziplinär und transformativ forschen

Defila, Rico; Di Giulio, Antonietta (Hrsg.) 2018: Transdisziplinär und transformativ forschen – Eine Methodensammlung.  Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß. Wiesbaden, Springer VS, 406 Seiten.

Nachdem bereits 2016 das Überblickswerk: „Transdisziplinär forschen – zwischen Ideal und gelebter Praxis“ von Defila und Di Giulio erschienen ist und großes Interesse wie positive Resonanz erzeugte (die Publikation ist hier zu finden), folgt nun eine stärker methodisch orientierte Arbeit zu transdisziplinärer und transformativer Forschung und Wissenschaft. Die Arbeit speist sich aus den Erkenntnissen der baden-württembergischen Reallabore und wurde gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und ist daher frei zum Download verfügbar.

Es werden Methoden der Wissenserzeugung, Wissensintegration und Transformation ausführlich beschrieben. Dabei wird der Blick geweitet, um sowohl transformative wie nicht-transformative Forschung miteinander in Bezug zu setzen und die Forschung innerhalb wie außerhalb von Reallaboren methodisch analysieren und bewerten zu können. Die Ergebnisse haben dabei einen klaren Praxisbezug und sind für die wissenschaftliche Umsetzung zukünftiger Forschungsvorhaben gedacht und geeignet. Schwerpunkte der Publikation sind die Reflexion über den Stellenwert der Partizipation in der Reallaborforschung und anderer partizipativer Forschungsdesigns sowie die Rolle von Praxisakteuren und praxisrelevantem Wissen im wissenschaftlichen Prozess. Die Erkenntnisse, die aus der Reallaborforschung gewonnen wurden, sind dabei auch über dieses Forschungsformat hin anwendbar und bereichern damit den methodologischen und wissenschaftlichen Diskurs insgesamt.

Der Inhalt gliedert sich in zwei Teile:
  • Worauf achten: Kriterien, Prinzipien, Fragen für Planung und Reflexion
  • Wie vorgehen: Methoden für Co-Design und Co-Produktion
Die Zielgruppen sind vor allem:
  • Forschende, Dozierende und Studierende aus allen Disziplinen, die transdisziplinär und/oder transformativ forschen
  • Praxisakteure, die sich an transdisziplinärer und/oder transformativer Forschung beteiligen
Der Herausgeber, die Herausgeberin
Fürspr. Rico Defila und Dr. Antonietta Di Giulio leiten die Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinarität, Programm MGU (Mensch Gesellschaft Umwelt), Universität Basel.
Sofern nicht anderweitig angegeben, wird dieses Buch unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht.

The World as a Lab – GAIA special issue on experimental formats for transdisciplinary sustainability research

A detailed and deep insight in the work and effects of real-world laboratories is given in the latest GAIA special issue with the title „Labs in the Real World“. Questions on transdisciplinarity and different dimensions of learning are addressed, as well as the transformative potential of real-world laboratories as research concept regarding empirical and theoretical aspects of the sustainability studies.

How can processes of societal transformation in the direction of a sustainable development be understood and enhanced using experimental methods? To explain this, scientists work together with local stakeholders from business, politics, administration and civil society on specific social ecological changes. Since 2015, the Ministry for Science, Research and Art of the state Baden-Württemberg is funding the work of the 14 real-world laboratories, out of which many experiences are incorporated in this special issue. The aim is to establish so called „learning spaces“, in which the social attitude, questions and needs of all participants and stakeholders can be addressed. With the wishes and the insider knowledge of these local people effective and accepted solutions for transformation processes, from urban redevelopment of a neighbourhood to sustainable mobility systems, can be found.

The articles are written in English and were compiled by the scientists of the accompanying research team for the real-world laboratories in Baden-Württemberg, consisting of the Institute for Social-Ecological Research (ISOE), the Leuphana University Lüneburg and the Wuppertal Institute. In addition to concrete application references on site, the conditions of success of real-world laboratories are described, as well as their scientific and methodological potential as a whole.  Editor for GAIA, Ortwin Renn, summarizes it as follows:

Real-world labs are a viable and promising concept for realizing the vision of transdisciplinary research.

All contributions of the special issue are open access and can be found on Ingenta.

Die Welt als Labor – GAIA-Sonderheft über experimentelle Formate der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung

Einen detailierten und tiefen Einblick in die Arbeits- und Wirkungsweise von Reallaboren gibt die aktuelle Ausgabe der GAIA in Form eines kompakten und umfassenden Sonderheftes unter dem Titel „Labs in the Real World“. Beleuchtet werden Fragen, nach Transdisziplinarität und verschiedenen Dimensionen des Lernens sowie nach dem transformativen Potential der Reallabore als Forschungskonzept für die Vielfalt an Empirie und Theorie in den Nachhaltigkeitswissenschaften.

Wie können gesellschaftliche Transformationsprozesse in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung auf experimentelle Weise besser verstanden und beschleunigt werden? Um das zu klären, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft jeweils vor Ort an konkreten sozial-ökologischen Veränderungen. Seit 2015 fördert das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg die Arbeit der 14 Reallabor-Projekte, deren Erfahrungen in die Sonderausgabe eingeflossen sind. Es sollen sogenannte „Lernräume“ etabliert werden, in denen gezielt auf die Haltungen, Fragestellungen und Bedürfnisse aller Beteiligten eingegangen werden kann. So können mit den Wünschen und dem Insider-Wissen der Menschen vor Ort wirkungsvollere und akzeptierte Lösungen für Transformationsprozesse, von der Stadtteilsanierung bis zum nachhaltigen Mobilitätssystem, gefunden werden.

Die englischsprachigen Artikel wurden zusammengestellt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Begleitforschungsteams der baden-württembergischen Reallabore, bestehend aus dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), der Leuphana Universität Lüneburg und dem Wuppertal Institut. Neben konkreten Anwendungsbezügen vor Ort werden auch die Erfolgsbedingungen von Reallaboren beschrieben oder das wissenschaftliche und methodische Potential von Reallaboren insgesamt.
Redakteur der GAIA, Ortwin Renn, fasst es folgendermaßen zusammen:

Reallabore sind ein praktikables und vielversprechendes Konzept zur Umsetzung der Vision einer transdisziplinären Forschung„.

Alle Beiträge des Sonderhefts sind Open-Access und auf Ingenta zu finden.

Abschluss des Projekts „Wohlstands-Transformation Wuppertal“

Am Dienstag den 06.03. ging das Forschungsprojekt „Wohlstands-Transformation Wuppertal – ein urbanes Transformationslabor für nachhaltiges Wirtschaften (kurz: WTW)“ mit der Präsentation der Ergebnisse und einer Abschlussveranstaltung in der City-Kirche Elberfeld zu Ende. In den drei Jahren des Projektes untersuchten das Wuppertal Institut, das Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit und die Bergische Universität Wuppertal, wie Wissenschaft gemeinsam mit Zivilbevölkerung, Stadtverwaltung und lokalen Unternehmen die Lebensqualität einer Großstadt im Strukturwandel verbessern können. Finanziert wurde es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der „Forschung für nachhaltige Entwicklung„.

Inhaltlich gliederte sich das gesamte Projekt in drei Eckpfeiler:

Wohlstand:
Im Zentrum stand die Reflexion und Erweiterung eines eng auf materielle Aspekte beschränkten Verständnisses von Wohlstand. Ausgehend von den Dimensionen des Guten Lebens des Better-Life-Index der OECD sollen zur Messung des gesellschaftlichen Wohlstandes neben ökonomischen auch soziale, ökologische und kulturelle Merkmale erfasst werden, um die unpräzise Gleichsetzung von Wohlstand und Wirtschaftswachstum aufzulösen. Am Ende wurden die 12 Wuppertaler Dimensionen des Guten Lebens erstellt und in einem mehrstufigen Beteiligungsverfahren mit Bürgerinnen und Bürgern überprüft und erweitert. Die Dimensionen umfassen: „Einkommen / Arbeit / Wohnen / Infrastruktur / Sicherheit / Bildung / Freiheit & Kultur / Umwelt / Gesundheit / Engagement / Gemeinschaft / Zufriedenheit“.

Wissenschaft:
Das Projekt wurde geprägt durch das Leitbild der Transformationsforschung, also dem beschreiben und erklären von gesellschaftlichen Veränderungsprozessen, sowie der transformativen Forschung, die selbst Veränderungen initiiert und unterstützt.
Daher waren einzelne Projekte in den Stadtteilen und im gesamten Stadtgebiet zentraler Forschungsgegenstand des Projektes. Einige dieser Projekte waren bereits vor Beginn der Forschung aktiv und wurden dann durch die Forschenden begleitet und beraten, andere Projekte wurden erst durch die Mitarbeit der Forschenden ins Leben gerufen. Das Reallabor war dabei das zentrale Forschungskonzept, da Reallabore häufig Stadtquartiere als räumlichen Bezugspunkt haben, eigneten sie sich besonders im Kontext des WTW-Projektes.

Wuppertal:
Den räumlichen Rahmen der Teilprojekte bildeten drei städtische Quartiere:
Im Quartier am Arrenberg initiierte der Verein „Aufbruch am Arrenberg“ Maßnahmen im Bereich der Ernährung, im Mirker Quartier wurde vor allem der Austausch zwischen dem interessierten Publikum und den beteiligten Akteuren im „Forum Mirke“ ermöglicht und eine Gruppe zur Betreuung von Forschungsarbeiten rund um das WTW-Projekt gegründet, im Stadtteil Wichlinghausen-Oberbarmen initiierten die Forschenden zusammen mit dem Wuppertaler Büro für Quartierentwicklung und aktiven Bürger*innen die Initiative  „Hauhüten“ zur niederschwelligen Belebung leerstehender Wohnung. Hinzu kam die Untersuchung der Bundesstraße 7, die zentrale Verkehrsader Wuppertals, die während des Projektzeitraums für umfassende Umbaumaßnahmen gesperrt war.

Eine übersichtliche Abschlussbroschüre der Ergebnisse ist online verfügbar.

„OLD SCHOOL – Neues Lernen, Vol. 4“ am 15.-16.03.18 im Rathaus Stuttgart

Am Donnerstag den 15. und Freitag den 16.  März 2018 findet das Symposium „OLD SCHOOL – Neues Lernen, Vol. 4“ des Reallabor STADT-RAUM-BILDUNG der Baden-Württemberger Reallabore im Stuttgarter Rathaus statt. Zusammen mit Frau Bürgermeisterin Isabel Fezer, dem Referat Jugend und Bildung sowie dem interessierten Publikum wird über das Zusammenspiel von Schulgebäuden, Schulalltag und der stärkeren Einbindung der Nachbarschaft und der Schülerinnen & Schüler diskutiert.

Beide Tage werden von Impulsvorträgen eingeleitet und in den anschließenden Werkstattgesprächen wird mit allen Anwesenden die Fragen und mögliche Antworten diskutiert. Am Donnerstag liegt der Schwerpunkt auf dem Zusammenhang von Pädagogik und Architektur der Schuldgebäude mit besonderem Blick auf die Synergien zwischen Schule und Nachbarschaft. Am Freitag geht es vor allem um die Einbindung von Jugendlichen in den Planungsprozess, wobei besonders Schülerinnen und Schüler in den Diskussionen zu Wort kommen sollen. Die Ergebnisse beider Tage werden im Rahmen des Forschungsprojekts ausgewertet, zusammengefasst und allen Beteiligten zur Verfügung gestellt.
Einen Überblick zum gesamten Programm finden Sie hier (pdf).

Interessant ist die Veranstaltung vor allem für Personen aus den Bereichen Pädagogik und Schulbauprozessen, sowie allen, die im Stuttgarter Schulalltag eingebunden sind. Ebenfalls eingeladen sind alle Interessierte.

Anmeldungen erfolgen mit Nennung von Name, Institution und einer Kontaktemail an: stadt-raum-bildung@si.uni-stuttgart.de. Ansprechpartnerin für alle weiteren Fragen ist Charlotte Eller.

Ausschreibung Forschungspreis Transformative Wissenschaft 2018

Nachdem das Wuppertal Institut 2017 zum ersten mal den Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ der Zempelin Stiftung des Stifterverbandes verliehen hat, geht der mit 25.000€ dotierte Preis nun in die zweite Runde -diesmal mit einem Fokus auf Forschung in Reallaboren.

Dazu werden Personen gesucht, die im Rahmen wissenschaftlich konstruierte Räume Transformationsprozesse anstoßen oder auch aktiv begleiten. Die Spannbreite reicht von Interventionen mit Randomisierung und Kontrollgruppen, über Quasi- und Feldexperimente bis zum Aufbau von Transformationsräumen mit kontinuierlichen Interventionen. Dabei sind neben Reallaboren auch ähnliche Formate wie Sustainable Living Labs, Urban Transition Labs und Innovation Labs angesprochen. Das Preisgeld soll der Schaffung von Freiräumen und Ressourcen für die Durchführung zukünftiger Projektideen dienen.

Bewerben können sich sowohl Einzelpersonen als auch Forschungsteams von Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie aus der Zivilgesellschaft. Die Nominierung erfolgt auf Vorschlag, Selbstbewerbungen sind möglich. Eine unabhängige Jury wählt anschließend die Preisträger aus.

Kriterien für die Auswahl der Preisträgerin/des Preisträgers sind die gesellschaftliche Relevanz, Qualität und Innovativität der Arbeit/Projekte sowie die transformativen Wirkungen der Forschung in Reallaboren sowie die Form und Qualität der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung.

Die Bewerbung sollte ein Motivationsschreiben, eine Darstellung der bisherigen transformativen Forschung sowie einen Lebenslauf umfassen und bis zum 14. Mai 2018 bei franziska.stelzer@wuppertinst.org eingegangen sein. Alle weiteren Details zur Bewerbung finden Sie in der Ausschreibung.

 

Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ verliehen

Am 5. Dezember wurde der Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ in Berlin an Frau Dr. Laura Woltersdorf verliehen. Sie überzeugte die Jury mit ihrem Konzept, in der sie ein integriertes Bewertungskonzept über die Nachhaltigkeit eines Wasserressourcen-Managements entwarf, umsetzte und verstetigte.

Innerhalb des am Institut für sozial-ökologische Forschung ISOE durchgeführten Forschungsprojektes CuveWaters entwickelte Dr. Laura Woltersdorf ein integriertes Bewertungssystem für ein nachhaltiges Wassermanagement in Namibia. Die Jury war sich einig, dass die Arbeit von Laura Woltersdorf ein herausragendes Beispiel für ein transdisziplinäres Forschungsprojekt im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit ist.

Nach einem Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Marquardt und einer Laudatio durch Herrn Prof. Roland Scholz bekam die Preisträgerin neben ihrem Preisgeld eine Skulptur, die eigens von Hand aus Schienen der Wuppertaler Schwebebahn geschmiedet wurde, überreicht. Das Preisgeld in Höhe von 25.000€ will sie für ihre transdisziplinäre Forschung einsetzen:

„Das Preisgeld nutze ich für meine Forschung, insbesondere die Weiterentwicklung meiner integrativen Methoden. Meine Ergebnisse möchte ich zudem der internationalen Forschungscommunity näher bringen und mein Netzwerk entsprechend erweitern“ sagt Dr. Woltersdorf.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier. Weitere Informationen zum Forschungspreis „Nachhaltige Wissenschaft“ finden Sie hier.

Save the Date: Reallabor Symposium am 27.04.2018 in Karlsruhe

Am Freitag, den 27.04.2018 sind die Reallabore der beiden Förderlinien der Reallabore Baden-Württembergs in Karlsruhe zu Gast und bieten die Möglichkeit, sich konkret über die Reallaborforschung aus den letzten drei Jahren zu informieren und mit den Forschenden aus Wissenschaft und Praxis ins Gespräch zu kommen.

Das Symposium stellt somit die Reallabore in Baden-Württemberg und Ihre Arbeit in den Mittelpunkt, flankiert von Inputs und Reflexionen aus Wissenschaft und Politik, interaktiven Elementen und einem festlichen Abendprogramm.

Die Veranstaltung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, von Reallabor-Forschenden und Praktiker, über Fördermittelgeber und Kommunen, Unternehmen und NGOs bis hin zu Studierenden sind alle Interessierten eingeladen, sich durch interaktive Formate in die Reflexion des erreichten Entwicklungsstandes des Formates Reallabor sowie bei einen forschungspolitischen Ausblick einzubringen.

Weitere Informationen folgen in Kürze, für Rückfragen können Sie sich an Dr. Felix Wagner des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur Baden-Württemberg wenden. Eine Auflistung aller Reallabore der Förderlinien finden Sie hier.

Abschlusspräsentation und UBA-Fachtagung des Reallabors für nachhaltige Verkehrskultur in Stuttgart

Vom 21.-23. September 2017 werden in Stuttgart die Ergebnisse des im Rahmen der Reallabore Baden-Württembergs geförderten „Reallabors für nachhaltige Mobilitätskultur“ präsentiert und der Abschluss des Forschungsvorhabens gefeiert.

Am 22. September wurde die UBA-Fachtagung „Neue Wege in der transformativen Umweltpolitik. Sozial-ökologische Perspektiven einer Transformationskultur am Beispiel nachhaltiger Alltagsmobilität“ in den Projektabschluss eingebettet:
Auf der Tagung sollen die im Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich der Wirkungspotenziale transformativer Umweltpolitik beleuchtet und mögliche Übergänge von der (transformativen) Reallaborforschung in die gelebte Praxis mit Forscher*innen und Praktiker*innen diskutiert werden. Dazu wurden u.a. internationale Expert*innen der Living-Lab Forschung eingeladen.

Das vollständige Programm finden Sie hier. Eine Anmeldung zur Tagung ist noch bis zum 15. September unter anmeldung@r-n-m.net möglich.

Am Vorabend der UBA-Fachtagung findet bereits eine Abendveranstaltung zur Eröffnung der Ausstellung „Stuttgart in Bewegung“ statt, zu der auch Wissenschaftsministerin Theresia Bauer erwartet wird.

Zum Abschluss der Veranstaltung findet dann am Samstag, den 23.09. ein interaktiver Aktionstag mit Realexperiment-Workshops zu Mobilität sowie Aktionen wie einer Schnippeldisko und einem Lastenradrennen mit anschließender Party statt.

Den Programmflyer finden Sie hier, alle weiteren Informationen finden Sie auf der Homepage des Reallabors.

Interkolloquium der Reallabore Stadt in Baden-Württemberg

Am 6. Juli fand an der Universität Stuttgart ein Interkolloquium für die zweite Förderreihe „Reallabore Stadt“ in Baden-Württemberger statt.
Auf dem Interkolloquium stand der Austausch zwischen den Reallaboren sowie die Diskussion und Weiterentwicklung der methodischen Reallabor-Forschung gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten auf der Agenda.
Theresia Bauer, die Baden-Württembergische Wissenschaftsministerin eröffnete persönlich das Interkolloquium und unterstrich die Bedeutung des innovativen Forschungs- und Transformationsformats für eine nachhaltige Entwicklung. Das Ministerium wolle und werde das ambitionierte Format der Reallabore auch in den nächsten Jahre weiterhin nach Kräften unterstützen.

Mit dabei waren neben einer Reihe der Projekte aus der ersten Förderlinie alle sechs Reallabore der zweiten Förderlinie, die zunächst Ministerin Theresia Bauer und den anwesenden Expert_innen den aktuellen Stand ihrer Vorhaben präsentierten. Eine Übersicht über alle Reallabore in Baden-Württemberg bietet inzwischen auch ein Wikipedia-Artikel „Reallabor„.

Neben Impulsen zum Forschungsmodus der nah verwandten urbanen Living Labs durch Prof. Dr. James Evan (Manchester) und den Herausforderung von „Real-world labs“ durch Prof. Dr. Andrew Karvonen (Stockholm) wurde in Workshops und einer abschließenden Fish-Bowl-Diskussion an Perspektiven für die Reallaborforschung gearbeitet.
In den Workshops wurde ausgiebig zur vielfältigen und oft herausfordernden Rolle von Forschung in den neuen Formaten diskutiert. Ebenfalls wurden die Herausforderungen der konkreten Interventionen, gemeinsame Lernprozesse und insgesamt die Bedeutung von transformativer Forschung erörtert.

In der abschließenden Fishbowl-Diskussion wurde deutlich, dass die Community an der Verknüpfung von Erfahrungen aus über 20 Jahren transdisziplinärer Forschung und dem an vielen Stellen verwandten Konzept der Reallabore arbeitet. Dieser Prozess sei aber noch nicht abgeschlossen und sollte immer wieder fruchtbar fortgeführt werden, wie Prof. Dr. Martina Schäfer betonte. Auch der Anspruch an ein echtes gemeinsames Co-Design zwischen Wissenschaft und Praxis wurde diskutiert und unterstrichen. Prof. Dr. Michael Stauffacher fand zum Ende diesbezüglich nachdenkliche Worte: einerseits sei es natürlich zu begrüßen, wenn das Format der Reallabore finanziell umfangreich unterstützt werde, gleichzeitig dürfe dies nicht dazu führen, dass neue Akteure aus primärem Interesse an den Fördertöpfen und geringem Bezug zur transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung das Feld übernähmen.

Eine große Abschlusskonferenz der Förderlinien ist für April 2018 geplant.

Projekt Nachhaltigkeit 2017 – Auszeichnungen für das Reallabor 131: KIT findet Stadt

Das Reallabor 131: KIT findet Stadt aus der Förderlinie der Reallabore Baden Württembergs wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierun (RNE) mit dem Qualitätssiegel „Projekt Nachhaltigkeit 2017“ (früher Wekstatt N) ausgezeichnet und hat als eines von vier Projekten eine zusätzliche Auszeichnung zum „Transformationsprojekt“ erhalten.

Das „Reallabor 131: KIT findet Stadt“ des Karlsruher Instituts für Technologie versucht alle Akteure der Wirtschafts- und Stadtentwicklung auf Basis des Quartier Zukunft in fünf Realxperimenten zusammenzubringen, um zu einer nachhaltigen Entwicklung auf Quartiersebene beizutragen. Dabei stehen insbesondere ein Energiekonzept im Quartier Oststadt, die Themen (nachhaltige) Mobilität und Beratung, Soziales und Raum als auch nachhaltiger Konsum, bspw. in Form eines verpackungsfreien Ladens, im Fokus.

Von 240 Einreichungen wurden im Rahmen der Auszeichnung 67 Projekte geehrt. Mit dem Qualitätssiegel möchte der RNE Projekte aus der Gesellschaft sichtbar machen, die einen besonderen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung Deutschlands und der Welt leisten. Mit der zusätzlichen Auszeichnung „Transformationsprojekt“ werden langfristig angelegte Projekten mit besonders großem Potenzial, die Welt nachhaltiger zu gestalten, geehrt.

Die Auszeichnungen werden im Rahmen der 17. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 29. Mai 2017 in Berlin öffentlich überreicht. Im Hochschulbereich wurden in 2017 darüber hinaus u.a. die Projekte Studentisches Nachhaltigkeitsbüro Humboldt Universität,  die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit, das KNE Thübingen und das Netzwerk LeNa ausgezeichnet. Eine Übersicht aller ausgezeichneten Projekte ist hier zu finden.

 

Call for Papers: GAIA Sonderausgabe zu Reallaborforschung

Für eine Sonderausgabe ruft die GAIA als inter- und transdisziplinäre Fachzeitschrift für Umwelt- und Nachhaltigkeitsprobleme sowie -lösungen zur Einreichung von Beiträgen zum Themenschwerpunkt „Reallabore als transformativer Forschungsmodus“ auf.

Aufbauend auf den Erfahrungen der Reallabore Baden-Württembergs und Konferenzen und Workshops zum Forschungsmodus soll die Sonderausgabe empirische Beobachtungen aus verschiedenen Projekten systematisch mit der konzeptuellen Arbeit und komparativen Analyse zusammenbringen.

Dabei stehen insbesondere die Erfahrungen hinsichtlich des Potenzials aber auch der Probleme und Grenzen der Reallaborforschung im Vordergrund, um Best-Practices und Einblicke in den besonderen Mehrwert von Reallaboren gegenüber anderen transdisziplinären und transformativen Forschungsansätzen zu geben. Dabei sind Einbindungen in den internationalen Kontext, kritische oder epistemologische Reflexionen ebenso wie Politikstrategien und Beiträge aus praktischer Perspektive zu einer Bandbreite an Unterthemen willkommen.

Englischsprachige und in Ausnahmefällen auch deutsche Beiträge zu den Themen sind in den üblichen GAIA-Formaten möglich. Abstracts (500-1000 Wörter) zu geplanten Beiträgen sind bis zum 11. April 2017 einzureichen. Die Sonderausgabe soll im Frühjahr 2018 erscheinen.

Weitere Informationen zur Sonderausgabe finden Sie hier oder im Call for Papers.

Lesetipp: Reallabore im Kontext transformativer Forschung

Im Rahmen der Begleitforschung der geförderten Reallabore in Baden-Württemberg ist ein neues Diskussionspapier „Reallabore im Kontext transformativer Forschung“ mit Ansatzpunkten zur Konzeption und Einbettung von Reallaboren in den internationalen Forschungsstand erschienen. Der Beitrag steht hier zum Download.

Das Projektteam von Wuppertal Institut, Leuphana Universität und ISOE möchte mit dem Beitrag durch Herausarbeitung eines Begriffsverständnis sowie charakteristischer Merkmale von Reallaboren deren Beitrag zu Transformationsprozessen herausarbeiten. Dazu beschäftigen sie sich in dem Beitrag mit dem Experiment als Forschungsmethode und transdisziplinärem Forschungsmodus sowie der Übertragbarkeit und Skalierbarkeit der Erkenntnisse aus der Reallaborforschung; jeweils unter Berücksichtigung einschlägiger Fachliteratur und den im Rahmen der Begleitforschung zahlreich geführten Gesprächen.

Um eine Einordnung und Abgrenzung im internationalen Kontext zu schaffen, erfolgt ein Vergleich mit den ähnlichen Ansätzen der „Living Labs“, „Urban transitions Labs“ und „Niche Experiments“, um Forschenden und Praktikern der Reallaborforschung eine theoretische Orientierung zu ermöglichen und im Sinne eines Diskussionspapiers zur konzeptionellen Diskussion des Forschungsmodus beizutragen.

Bibliographische Angabe:

Schäpke, N., Stelzer, F., Bergmann, M., Singer-Brodowski, M., Wanner, M., Caniglia, G., Lang, D.J. (2017). Reallabore im Kontext transformativer Forschung. Ansatzpunkte zur Konzeption und Einbettung in den internationalen Forschungsstand. (No. 1/2017) Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Ethik und Transdisziplinäre Nachhaltig- keitsforschung. doi:10.13140/RG.2.2.28604.23687
Download: Reallabore im Kontext transformativer Forschung.

Lesetipp: Reallaborforschung für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen

In einer Case Study im kürzlich erschienen Handbook of Theory and Practice of Sustainable Development in Higher Education (Filho et al., 2017), stellt das Reallabor EnSign (Zweite Förderlinie der Reallabore Baden-Württemberg) an der HfT Stuttgart seinen Ansatz vor, die nachhaltige Entwicklung der Hochschule im Rahmen eines Reallabor-Forschungsprojektes  zu übertragbaren Konzepten für einen klimaneutralen Hochschulbetrieb voranzutreiben.

Das Buchkapitel präsentiert die Entwicklung eines iterativen und integrativen Projekt- und Wissensmanagements zur Einbindung interner und externer Stakeholdern, welches im Zentrum des Forschungsvorhabens steht. Ziel ist es, die Transformation des Campus durch ein Maßnahmenbündel u.a. von angepasstem Benutzerverhalten, höherer Enenergieeffizienz durch neue Gebäudeverwaltungskonzepte, neuen Finanzierungsmodellen für Gebäuderenovierungen, die Integration von Stakeholdern sowie institutionelle Managementstrukturen zu fördern.

„While the technical project results will be of transferable to other public buildings, the study of the transformation process catalyzed by EnSign, including the definition of development scenarios, methods, indicators, and assessment protocols, is perhaps of greater value to the societal SD transition than singular energy efficiency achievements.“ (Filho et al., S. 85)

Nach einer Einordung und Reflexion der Relevanz des Forschungsmodus werden anhand von ersten Ergebnissen die angewandte Kommunikationsstrategie und Wege der partizipativen Ausgestaltung des Projektes, verbunden mit einer Einschätzung des institutionellen Transformationspotenzials diskutiert. Bis zum Projektabschluss bleibt noch die weitere Bündelung des Engagements in einem möglichen Green Office offen, sowie eine Ergänzung von Nachhaltigkeitskriterien und EMAS, um neben der ökologischen auch der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden.

Das Kapitel sowie das Handbuch sind über den Springer-Verlag erhältlich:

Botero, Lisa, Michael Bossert, Ursula Eicker, Jan Cremers, Nansi Palla, und Christiane Schoch. „A Real-World Lab Approach to the Carbon Neutral Campus Transition: A Case Study.“ Handbook of Theory and Practice of Sustainable Development in Higher Education World Sustainability Series (2016): 73-88. doi:10.1007/978-3-319-47895-1_5

in: Filho, Walter Leal. et al. Handbook of Theory and Practice of Sustainable Development in Higher Education. Volume 3. Springer, 2017. http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-319-47895-1

Zum weiterlesen: Die Folien einer ersten Zwischenpräsentation des Reallabors EnSign im Juni 2016 stehen hier zum Nachlesen zu Verfügung.

Ausstellung des Reallabors Asyl

Das „Reallabor Asyl„, Teil der Zweiten Förderlinie der Reallabore Baden-Württembergs, präsentiert sich noch bis zum 28.02. im Rathaus Wiesloch in einer Poster-Ausstellung mit praxisorientierten Lösungsvorschlägen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt der Kommunen der Rhein-Neckar-Region.

Die Ausstellung wurde im Rahmen des Reallaborprojektes gemeinsam von Wissenschaftlern der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) entwickelt und bietet der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit sich über die aktuelle Forschung, regionale Konzepte und Integrationsmaßnahmen zu informieren. Einige Poster finden Sie hier auch online.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wird erprobt, welche Faktoren die wirtschaftliche und soziale Integration von Flüchtlingen in den Bereichen Spracherwerb, Arbeitsmarktintegration und Wohnen fördern, mit dem Ziel Best-Practice-Beispiele herauszuarbeiten. Neben der wissenschaftlichen Arbeit ist auch der Austausch mit Praktizierenden und der Fachöffentlichkeit integraler Projektbestandteil.

Die Posterausstellung stellt die einzelnen Teilprojekte des Reallabors vor. Sie beschäftigen sich mit aktuellen Fragestellung wie der Kopplung von Sprach- und Kompetenzerwerb in der beruflichen Bildung, der Entwicklung von Beschäftigungsfähigkeit von Flüchtlingen nach ihrer Ankunft in Hinsicht auf Unterstützungsangebote, Faktoren der Unterbringung für eine echte Integration in die Stadtquartiere oder politische Ansätze für die kommunale Politik.

Weitere Einlicke in die Arbeit des Reallabors liefert die Studie „Integrating Refugees in the Rhine-Neckar-Region: Initial Evidence from an Inclusive Soccer Project„, welche im Dezember veröffentlicht wurde. Die Studie können Sie hier herunterladen.

 

Lesetipp: Schwerpunktheft „Reallabore als Orte der Nachhaltigkeitsforschung und Transformation“

Im Dezember ist das Schwerpunktheft „Reallabore als Orte der Nachhaltigkeitsforschung und Transformation“ der Zeitschrift Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis des KIT erschienen, welches neben konzeptionellen Beiträgen auch erste Ergebnisse aus vier Reallaboren der Förderlinien Baden-Württembergs vorstellt.

Im Schwerpunkt wird durch zwei einführende Beiträge mit konzeptionellen Überlegungen zum Forschungsformat und einer Diskussion der Schlüsselbegriffe des Forschungsmodus der Kontext für die Vorstellung der 4 Reallabor Case-Studys gegeben, wodurch wesentliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Reallaborprojekte deutlich werden.

In den vier Case-Studies stellen dann die Reallabore „Wissensdialog Schwarzwald„, „Urban Office – Nachhaltige Stadtenwicklung in der Wissensgesellschaft„, „Quartier Zukunft – Reallabor 113“ und „Energielabor Tübingen – Gemeinsam zur Energiewende“ ihre jeweiligen Forschungsdesigns und erste gewonnene Erkenntnisse aus der partizipativen Zusammenarbeit in den Reallaboren vor Ort vor.

Abschließend stellt das Begleitforschungsteam ForReal konzeptuelle, praxisorientierte und reflexive Thesen zur Diskussion, welche sich auf die Bedeutung zielorientierter Methodennutzung und das Thematisieren von Lernprozessen als Kerncharakteristiken von Reallaboren stützen.

Das Heft (Open-Access) kann hier heruntergeladen werden.

Jahresrückblick 2016: Aktivitäten in der Reallaborforschung

Das Jahr 2016 war ein erfolgreiches in Sachen Reallaborforschung. Der nachfolgende Überblickbeitrag soll die wichtigsten Meilensteine aus der deutschen Reallaborforschung aufzählen um den aktuellen Stand der Forschung und Forschungsförderung von transformativer Forschung im Rahmen von Reallaborprojekten in Deutschland zu geben.
Dabei möchten wir lediglich den Überblick über den großen Rahmen bieten; details was in den einzelnen Projekten passiert ist finden Sie auf den Webseiten der einzelnen Reallabore.

Zweite Reallabor-Förderlinie BaWü gestartet

Ein größerer Meilenstein in der Reallaborförderung war der Start der zweiten großen Förderlinie des Wissenschaftsministeriums in Baden-Württemberg. Im Rahmen der Förderung werden sieben weitere Reallaborprojekte eingerichtet, mit einem Gesamtfördervolumen von rund 8 Mio. Euro über drei Jahre. Thematischer Schwerpunkt ist nach der ersten, breiter ausgelegten Förderrichtlinie nun insbesondere das Themenfeld „Stadt“. Weitere Infos im Beitrag.

Interkolloquium: Erste Zwischenbilanz der ersten Förderlinie BaWü

Im April 2016 fand ein erstes großes Interkolloquium statt, bei dem die Reallabore der ersten Förderlinie des Baden-Württembergischen Reallabor-Förderprogramms aus ihrem ersten Förderjahr berichtet haben. So wurden erste Ergebnisse und Erfahrungen präsentiert und mit internationalen Erxpertinnen und Experten diskutiert.
Weitere Informationen zum Interkolloquium finden Sie im Beitrag.

Reallabore Baden-Wüttemberg in der GAIA

Neben den Kurzberichten auf dem NaWis-Blog werden die Reallabor-Projekte künftig auch auf den GAIA-Mitteilungsseiten einen festen Platz erhalten. Dort soll künftig regelmäßig über Entwicklungen, Neuigkeiten und Ergebnisse aus den Reallaborprojekten sowie der Begleitforschung berichtet werden.

Die aktuelle Ausgabe der GAIA (4/2016) hat außerdem die Reallaborforschung als Themenschwerpunkt. Beiträge zu Reallaboren im Kontext transdisziplinärer Forschung mit konzeptionellen Überlegungen ebenso wie Case Studies aus der Forschungspraxis, darunter die Reallabore Baden-Württembergs, sind vertreten. Die Beiträge finden Sie hier.

Reallabore auf der IST

Auf der International Sustainable Transitions-Konferenz in Wuppertal mit über 400 internationalen Gästen haben sich auch die Reallabore aus Deutschland präsentiert: In zwei eigenen Sessions ging es speziell um die Baden-Württembergischen Reallaborprojekte, von denen Projekte der ersten und zweiten Förderlinie in Dialog und Poster-Sessions näher vorgestellt und diskutiert wurden. Näheres dazu im Beitrag.

Im Rahmen der Konferenz wurde darüber hinaus auch das Reallaborprojekt „Wohstandstranformation Wuppertal (WTW)“ in zwei Sessions präsentiert und im Rahmen eines Side-Events auch vor Ort begutachtet und diskutiert.

Gemeinsames Kick-off der Begleitforschung BaWü-Labs ‚Stadt‘

In einem gemeinsamen Kick-Off am 27. September 2016 wurde das Begleitforschungsprogramm für die zweite Reallabor-Förderlinie in Baden-Württemberg gestartet. Die Begleitforschung bietet unter anderem Unterstützung in Form einer externen Beratung oder Trainings zu inter-/transdisziplinärer Arbeit für die Projektteams der Reallabore.
Weitere Informationen finden Sie im Beitrag.

Relevante Publikationen

Im vergangenen Jahr wurde eine Anzahl relevanter Fachbeiträge zum Thema Reallaborforschung publiziert. Eine Auswahl finden Sie im Folgenden:

Schäpke, N., Singer-Brodowski, M., Stelzer, F., Bergmann, M. , & Lang, D. J. (2015). Creating Space for Change: Real-world Laboratories for Sustainability Transformations: The Case of Baden-Württemberg. Gaia, 24(4), 281-283.

Felix Wagner et al.: BaWü-labs on Their Way – Progress of Real-world Laboratories in Baden-Württemberg. zur Webseite

Uwe Schneidewind, Karoline Augenstein, Franziska Stelzer, Dorle Riechert, Luisa Lucas. “The Woodstock of Sustainability Science”. Impulses from the Wuppertal Making Utopia Possible Conference Week. GAIA 25/3 (2016): 207 – 209

Luederitz, C., et al., Learning through evaluation – A tentative evaluative scheme for sustainability transition experiments, Journal of Cleaner Production (2016), http://dx.doi.org/10.1016/j.jclepro.2016.09.005.

Uwe Schneidewind, Mandy Singer-Brodowski, Karoline Augenstein, Franziska Stelzer: Pledge for a Transformative Science: A Conceptual Framework. Wuppertal Paper Nr. 191 (Juli 2016).

Der konzeptionelle Rahmen einer transformativen Wissenschaft, die nicht nur beobachtet sondern selber aktiv wird und sich forschender Weise einmischt, wird im folgenden Beitrag auch der internationalen Fachwelt zugänglich gemacht. zum Download

Workshop „Reallabore als transformative Methode in der Nachhaltigkeitsbildung“ vom 24.-25.01.17 in Wuppertal

Vom 24.-25. Januar 2017 veranstalten das Wuppertal Institut und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) einen gemeinamen Workshop zum Thema „Reallabore als transformative Methode in der Nachhaltigkeitsbildung“ in Wuppertal.

Der Workshop richtet sich an FachexpertInnen aus Wissenschaft und Praxis und soll den Austausch zwischen Reallabor-Forschung und dem Bereich der Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) fördern. So sollen gemeinsam Ideen entwickelt werden, wie sich im Zusammenspiel didaktische Erkenntnisse aus dem Bereich der BNE mit den Praxiserfahrungen der Reallabor-Forschung verknüpfen lassen.

Als Referentinnen und Referenten werden u.a. Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Präsident des Wuppertal Instituts), Dr. Heinrich Bottermann (Generalsekretär der DBU), Prof. Dr. Ilka Parchmann (Vizepräsidentin der Uni Kiel) sowie Dr. Mandy Singer-Brodowski (Institut Futur Berlin) dabei sein.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Es wird um Anmeldung bis zum 17.01.2017 bei karoline.augenstein@wupperinst.org gebeten.

Reallabore Baden-Württemberg:
Reallabor Schorndorf

Im Februar 2016 startete das Baden-Württemberger „Reallabor Schorndorf: Zukunftsweisender Öffentlicher Verkehr – Bürgerorientierte Optimierung der Leistungsfähigkeit, Effizienz und Attraktivität im Nahverkehr (BOOLEAN)“ sowie die ergänzende Begleitforschung mit dem Vorhaben, ein ergänzendes Buskonzept zu entwickeln, das individuell abrufbar ist und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort in den schwächer ausgelasteten Nebenzeiten flexible Mobilität gewährleistet. Jetzt konnte mit Mercedes Benz Vans ein neuer Praxispartner dazugewonnen werden.

Die Besonderheiten des Projekts, das von einem vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) angeführten Konsortium durchgeführt wird, liegen in der Nutzung von Kleinbussen, die effizienter und ressourcenschonender als normale Linienbusse sind, sowie im Verzicht auf feste Haltepunkte. Dazu wird an einem digitalen Bedienkonzept geforscht, welches den Nahverkehr auf die individuellen Ansprüche der Nutzenden anpassen soll.

Im Rahmen der Projektentwicklung ist dann ein weiterer Schwerpunkt die umfangreiche Partizipation der Bürgerinnen und Bürger, für die seit Februar ein Konzept erarbeitet wurde, welches mit ersten Projektpräsentationen auf dem Schorndorfer Bürgermarkt nun in die Umsetzungsphase gegangen ist. Weitere Schwerpunkte des Beteiligungsprozesses liegen in vertiefenden Diskussions- und Experimentierrunden zur Fahrzeugentwicklung und der Erprobung des Bedienkonzeptes.

Als neuer Kooperationspartner konnte nun Mercedes-Benz Vans für die technische Entwicklung der Fahrzeuge gewonnen werden. u.a. für die Bereitstellung von Minibussen, als auch für die Bereitstellung von „Know-how“ zur Entwicklung des Bedienkonzeptes sowie der Informationsschnittstelle zwischen Leitstelle, Fahrpersonal und Nutzenden. Darüber hinaus möchte das Unternehmen das Beteiligungsverfahren unterstützen.

Aktuelle Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

Reallabore aus Baden-Württemberg auf der International Sustainable Transitions Konferenz

Die Reallabore der Förderlinien des Landes Baden-Württembergs haben ihre Aktivitäten auf der 7. International Sustainable Transitions (IST) Konferenz, die vom 6.-9. September in Wuppertal stattfand, einem internationalen Fachpublikum präsentiert.

Am Donnerstag, den 8. September diskutierten die Forschenden der Reallabor-Projekte gemeinsam mit den beiden Teams der Begleitforschung und den internationalen Gästen in zwei Dialog-Sessions sowohl „Reallabore als neuen Forschungsmodus“ unter Betrachtung der konzeptionellen Rahmungen und Fallbeispiele aus Baden-Württemberg ebenso wie die „Potenziale und Grenzen von Reallaboren“ aus Sicht von Wissenschaft und Praxis in einer zweiten Session. Dabei präsentierten zunächst Forschende aus den Reallabore-Projekte in Kurzvorträgen ihre Projekte und spezifische Perspektive auf das Thema. Anschließend wurden dann einzelne Aspekte unter Einbeziehung von internationalen ExpertInnen der Transition-Forschung diskutiert.

In einer Speeddating Session sowie einem eigenen Ausstellungsbereich für die Baden-Württemberger Reallabore im Rahmen der nachmittäglichen Poster-Sessions kamen die VerterInnen aus insgesamt sieben Reallaboren dann auch mit den BesucherInnen der Konferenz näher ins Gespräch und konnten Fragen der Gäste aber auch eigene Herausforderungen mit dem Fachpublikum diskutieren.

Folgende Poster und Reallabore haben sich im Rahmen der Konferenz präsentiert:

  • Structure of the “Real-World Laboratory 131: KIT findet Stadt”.
  • Participation on the way to the Real-World Laboratory 131.
  • Reallabor 131 – Overview of the real-world experiments.
  • Co-Design and Co-production in the Real-world Laboratory Knowledge Dialogue Northern Black Forest.
  • SPACESHARING LABORATORY.
  • Future City Lab – “Realworld Laboratory for a Sustainable Mobility Culture”.
  • With public participation to a stopless and timetableless urban quarter bus in the Reality Lab Schorndorf.
  • Rethinking schools in the context of demographic and pedagogic shift: The research agenda of Reallabor STADT-RAUM-BILDUNG.
  • Real-world lab ASYLUM.

Ausweitung der Begleitforschung für die Reallabore Baden-Württembergs

Seit September 2016 wurde die bestehende Begleitforschung der ersten Förderlinie des Landes Baden-Württemberg auch auf die Reallabor-Projekte der zweiten Förderlinie ausgeweitet.

Bereits seit Mitte 2015 hatten sich zwei Projektteams unter Leitung der Leuphana Universität Lüneburg sowie der Universität Basel auf den Weg gemacht, um die Reallabore sowohl zu unterstützen als auch begleitend zu erforschen.

Die Begleitforschung besteht dabei aus zwei Projekten:
Die Projektteam unter Leitung der Universität Lüneburg begleitet unter dem Titel „Forschung in Reallaboren begleiten, systematisieren und transferieren“ die 14 Reallabore praxisnah hinsichtlich deren Prozessgestaltung. Darüber hinaus unterstützt das Team durch die Erfassung übergreifender Ergebnisse und Best-Practices sowie die nationale und internationale Vernetzung der Akteure untereinander.

Das Projektteam der Universität Basel versucht währenddessen unter dem Titel „Reallabore vernetzen, verstehen, verstetigen“ Einsichten in die Prozesse in den Reallaboren selbst, insbesondere hinsichtlich methodischem Vorgehen, Qualitätsmerkmalen sowie der transdisziplinären Wissensintegration zu gewinnen. Dabei bietet es einen (moderierten Rahmen) für das gemeinsame Lernen und die Generalisierung der gewonnenen Erfahrungen.

Die Begleitforschung bietet den Reallaboren so konkrete Unterstützung in Form einer externen Beratung oder Reflexion sowie eine Plattform zur gegenseitigen Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch, welche Methodenkenntnis und Praxiswissen, auch aus den beiden Begleitforschungsteams zusammenbringt. Währenddessen wird gleichzeitig übergreifendes Methodenwissen festgehalten, um die Reallaborforschung insgesamt zu fördern und zu verstetigen.

Einen Überblick über die Begleitforschung können sie diesem Flyer entnehmen.

 

Neues Reallabor-Forschungsprogramm „Trafo BW“ des Landes Baden-Württemberg gestartet

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat ein neues Forschungsprogramm „Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW“ gestartet.

Nachdem das Wissenschaftsministerium Baden-Württembergs bereits seit 2015 zwei Förderlinien für Reallaborforschung unterhält, fördert nun auch das Umweltministerium mit knapp sechs Millionen Euro bis zum Jahr 2021 inter- und transdisziplinäre Reallaborforschung im Kontext der Energiewende Baden-Württembergs.

Thematisch werden Forschungsvorhaben zum Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis für die Themenfelder Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität, der Überwindung von Hemnissen für Energieeffizienzmaßnahmen auf Verbraucherseite sowie hinsichtlich Einsatzmöglichkeiten von Solarthermie und Bioenergie (2.0) gefördert.

Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung und Akzeptanz von technologischen Lösungen sondern auch um Innovationen bsp. von Geschäftsmodellen, hinsichtlich gesellschaftlichem Bewusstsein, Verbaucherverhalten oder organisatorischer Einbindung von Akteuren.

Das neue Forschungsprogramm wurde durch eine Empfehlung des wissenschaftlichen Ausschusses des Beirats der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung angestoßen.

Alle weiteren Informationen zur Förderlinie sowie Informationen zur Antragsstellung (Frist 22.08.16) finden Sie hier.

Interkolloquium: Zwischenbilanz der ersten Förderlinie der Reallabore Baden-Württembergs

Am 29. April 2016 fand an der Hochschule für Technik Stuttgart ein Interkolloquium statt, in dessen Rahmen die Reallabore der ersten Förderlinie des Landes Baden-Württembergs aus ihrem ersten Förderjahr berichtet und in themenspezifischen Workshops konkrete Herausforderungen mit internationalen ExpertInnen diskutiert haben.

Im Rahmen des Interkolloquiums wurden erste Ergebnisse und Erfahrungen aus den Projekten im Beisein von Ministerin Theresia Bauer präsentiert und mit internationalen Expertinnen und Experten wie u.a. Dr. Andrew Karvonen (University of Manchester) und Uwe Schneidewind (Wuppertal Insitut, per Videochat) diskutiert.

In sechs Workshops wurden dann spezifische Themen vertieft:

Ein erster Workshop beschäftigte sich mit einem wissenschaftlich fundierten „Versuchsaufbau“ von Reallaboren im Zusammenhang mit der Stakeholder-Einbindung hinsichtlich des Bewirkens von Veränderungen während ein zweiter Workshop die transformative Wirkung von Reallaboren hinsichtlich des Potenzials zivilgesellschaftlicher Initiativen und deren Rolle in „Models of Change“ behandelte. Der dritte Workshop untersuchte die „Integration von Wissen in transdisziplinären Prozessen“ – also wie und wo welche Arten von Wissen in der Interaktion der unterschiedlichen Akteure entstehen während der vierte Workshop Konflikte im Umgang mit Stakeholdern behandelt hat: Von notwendigen Konflikten und Widersprüchen partizipativer Forschung bis hin zu ethischen Fragestellungen. Der fünfte Workshop hingegen beschäftigte sich mit eher wissenschaftstheoretischen Fragestellungen, insbesondere dem Erkenntnisgewinn in Hinblick auf Lernprozesse und ihre forschungspraktische Relevanz, ebenso wie die Übertragbarkeit aus dem ‚Labor‘-Kontext heraus. Im sechsten Workshop ging es dann ganz um den Lernbegriff innerhalb der transformativen Nachhaltigkeitsforschung – welche Umgebungsgestaltung unterstützt welche Arten von Kompetenzerwerb?

In einer abschließenden Paneldiskussion wurden dann Potenziale und Grenzen der Reallaborforschung mit den eingeladenen ExpertInnen zusammengetragen. Insgesamt ging es sowohl um die organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen, (wissenschaftliche) Qualitätssicherung in der Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und Institutionen auch hinsichtlich der Professionalität und Routinisierung. Ebenso einen Ausblick auf mögliche Zukunftsszenarien der Reallabore. Dabei wurde auch das große Engagement der Beteiligten in dem noch wenig etablierten Forschungsformat deutlich.

Zum Schluss gab Dr. Felix Wagner vom Baden-Württembergischen Ministerium noch einen kurzen Ausblick auf den weiteren Schritte der Begleitforschung und Evaluation der Reallabore Baden-Württembergs.

Hier finden Sie das Programm sowie die Workshopbeschreibungen.
Einen Kurzbericht von Dr. Michael Kalf für die HfT finden Sie hier.

Eröffnung des „Future City Lab – Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur“ am 03. April in Stuttgart

Am Sonntag, den 03.04.2016 findet die Eröffnungsfeier des „Future City Lab – Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur“, eines der Reallabore der ersten Förderlinie des Landes Baden-Württemberg, in Stuttgart statt.

Im Rahmen der Veranstaltung stellt sich das Projekt der Universität Stuttgart der breiten Öffentlichkeit vor und startet mit einer Karawane der nachhaltigen Fortbewegungsformen durch Stuttgart. Auf einem Markt der Möglichkeiten werden verschiedene Mobilitätsformen, -technologien und -praktiken getestet und gezeigt. Mit weitere Gäste, einer Fish-Bowl-Diskussion sowie einer Ausstellung der geplanten Realexperimente findet nachmittags im Theater Rampe die feierliche Eröffnung statt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage. Das Programm finden Sie hier, die Einladung zur Karawane hier. Anmeldungen für die Diskussion an karten@theaterrampe.de.

EFI zu sozialen Innovationen

Die Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) betont nach Veröffentlichung ihres Jahresgutachtens 2016 in einer ergänzenden Pressemitteilung nochmals ausdrücklich die Bedeutung sozialer Innovationen in der Forschungs- und Innovationsförderung.

Die EFI äußert sich damit auch zu der Kritik, ein zu enges soziales Innovationsverständnis zu bedienen, wie sie u.a. von Dirk Messner und Uwe Schneidewind geäußert wurde (siehe Kolumne des DIE).
EFI-Mitglied Prof. Böhringer macht in der Pressemitteilung deutlich: „Wir haben die Sorge, durch die Fokussierung auf ein technologisches Innovationsverständnis in der Förderpolitik wichtige soziale Innovationspotenziale zu vernachlässigen“. Die Expertenkommission fordert daher „von der Bundesregierung nun mutige Schritte ein, um mit neuen Formaten der Partizipation und mit neuen Förderinstrumenten zu experimentieren“.

Die Kommission verweist für eine zukünftige Förderung auf Preisgeld-Wettbewerbe oder Vorreiter-Beispiele wie die Reallaborförderung in Baden-Württemberg.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Workshop „Experimente für gelebte Nachhaltigkeit – Ein Ansatz im Reallabor“ am 11.03. in Berlin

Im Rahmen des Reallabors Future City Lab_Stuttgart Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur findet am Freitag, den 11. März 2016 im Umweltbundesamt in Berlin ein Workshop zum Thema „Experimente für gelebte Nachhaltigkeit  – Ein Ansatz im Reallabor“ statt.
Im Rahmen des Workshops soll die Rolle und Bedeutung von Reallaborexperimenten für soziale Innovationen und gelebte Nachhaltigkeit diskutiert werden. Vor dem Hintergrund erster Erkenntnisse aus dem Future City Lab_Stuttgart geht es dabei um die identifizierung spezifische Chancen und Herausforderungen, die mit der Umsetzung verbunden sind.

Weitere Details können Sie der Einladung entnehmen, das Programm finden Sie hier.

Anmeldungen werden bis spätestens Montag, den 7. März 2016 von Eric Puttrowait entgegen genommen.

Symposium „Reallabor Spacesharing“ am 18.02.16 an der Kunstakademie Stuttgart

Am 18.02. findet von 9-12.30h an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ein Symposium anlässlich der EuroFM Winterschool 2016“  zum Thema „Reallabor Spacesharing“ statt.

Im Rahmen des Symposiums wird das Forschungsprojekt „Reallabor Spacesharing“ vorgestellt und diskutiert, welche Potentiale und Herausforderungen sich bei der Nutzungsintensivierung von Gebäuden durch dynamische Programmierung mit dem Ziel der „24/7-Nutzung“ ergeben.
Das vorgestellte Reallabor ist eines der in der ersten Förderrunde des Landes Baden-Württemberg geförderten Projekte.

Das Symposium findet in englischer Sprache statt. Das Programm sowie alle weiteren Informationen zum Symposium finden Sie hier.

„The Future of Sustainable Food Business“ Sommeruniversität im August 2016 in Emmendingen

Vom 31. Juli bis zum 14. August 2016 findet die zweite Sommeruniversität
„The Future of Sustainable Food Business“ der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie in Kooperation mit dem College of the Atlantic in Emmendingen (nähe Freiburg im Breisgau) statt.

Die Sommeruniversität richtet sich an (angehende) Abiturienten und Bachelor-Studierende, die in Gruppen selbstgewählte Projekte bei Unternehmen aus der Region durchführen und dabei von erfahrenden Lehrenden angeleitet werden. Dabei werden relevante Inhalte, theoretische Konzepte und Forschungsmethoden in einem Reallabor, erarbeitet, um das Wissen in einer transdisziplinären, praxisorientierten Gruppenarbeit und der offenen Atmosphäre einer Charrette (einer öffentlichen Projektwerkstatt) anzuwenden, die den Partnerbetrieben und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die direkte Beteiligung an den Studienprozessen ermöglicht.

Inhaltlich steht die Diskussion um unser heutiges Ernährungssystem, seiner nachhaltigen Entwicklung und möglicher innovativer Konzepte eines Wandels hin zu einer grünen Ernährungswirtschaft im Vordergrund.

Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie hier. Anmeldeschluss ist der 30. April 2016.

Forschungspolitik – ein lohnendes Thema für zivilgesellschaftliche Organisationen? – Veranstaltung der Plattform Forschungswende am 11.01.16 in Stuttgart

Der BUND, der NABU Baden-Württemberg und die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende laden ein zum Workshop „Forschungspolitik – ein lohnendes Thema für zivilgesellschaftliche Organisationen?“ am
11. Januar 2016 in Stuttgart.

In dem Workshop sollen Ziele, Strukturen und Inhalte der Forschungs- und Innovationsstrategien sowie die Möglichkeiten der Partizipation auf Bundes- und Landesebene vorgestellt und diskutiert werden. Außerdem liegen aus den „Reallaboren für praxisnahe wissenschaftliche Forschung zur Nachhaltigkeit“ erste landesspezifische Erfahrungen für Baden-Württemberg vor, die reflektiert und diskutiert werden sollen. Der Workshop wendet sich insbesondere an die Akteure der Gesellschaft sowie der transformativen Wissenschaft.

Ausführliche Informationen zum Workshop finden Sie in der Einladung.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 05.01.2016 unter Angabe von Institution und Funktion an hello(at)forschungswende.de
Bitte beachten Sie, dass die Plätze begrenzt sind.

Zweite Förderlinie der Reallabore Baden-Württemberg gestartet

Nach erfolgter Ausschreibung der zweiten Förderlinie für „Forschung für Nachhaltigkeit“ hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg nun sieben weitere Reallaborprojekte ausgewählt, die neben den bestehenden sieben Reallaborprojekten für drei Jahre mit weiteren 8 Millionen Euro gefördert werden.

Die Projekte mit Bezug zum Thema „Städte als Zukunftslabore der modernen Gesellschaft“ sollen dabei das Zusammenspiel von Wissenschaft, Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft stärken. Sie decken dabei thematisch verschiedene Felder einer zukünftigen Stadtentwicklung ab, die sich vor dem Hintergrund der großen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen: Von Einwanderung und demographischem Wandel, über klimaverträgliches Wohnen hin zu nachhaltiger Mobilität und den Herausforderungen digitaler Lösungen.

Die Projekte wurden dabei aus 27 Anträgen auf Grundlage der Begutachtung durch eine unabhängige Expertenkommission ausgewählt. Hier ein Überblick über die sieben geförderten Reallaborprojekte:

  • Reallabor BUGA:log in Heilbronn
    Im Reallaborprojekt BUGA:log der Hochschule Heilbronn sollen selbstfahrende Transportfahrzeuge für die Nahversorgung im Stadtraum eingesetzt werden, sodass das Verkehrsaufkommen insgesamt reduziert wird. Dazu sollen erstmals Fahrzeuge im Rahmen der Anlieferung und Entsorgung für die Bundesgartenschau 2019 im öffentlichen Bereich getestet werden. Besucher der Bundesgartenschau können dann mit einer eigens entwickelten App den Transportern kleine Aufträge erteilen – dabei sollen gemeinsam Vorbehalte und Herausforderungen für den bürgernahen Einsatz von autonomen Fahrzeugen aufgespürt werden.
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  • Reallabor Schorndorf – Zukunftsweisender Öffentlicher Verkehr
    In Schorndorf (nähe Stuttgart) soll ein bedarfsorientiertes, digital gestütztes Konzept für den dortigen öffentlichen Nahverkehr entwickelt werden, das ohne feste Haltestellen auskommt und damit den Nahverkehr ganz an die individuellen Ansprüche der Nutzenden anpasst. Mittels einer App entwickelt das Projektkonsortium um das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum eine flexible Mobilitätslösung für die Nebenverkehrszeiten, welche durch intelligente Nutzung von Kleinbussen zudem noch Ressourcen einsparen soll.
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  • Reallabor „Go Karlsruhe!“
    In Karlsruhe soll mit digitalen Methoden untersucht werden, wie eine Stadt fußgängerfreundlicher gestaltet werden kann. Präferenzen von Fußgängerinnen und Fußgängern sollen gemeinsam mit Forschenden der Hochschule Karlsruhe der Stadtverwaltung und weiteren Verbänden erforscht werden, um im Anschluss Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs in Experimenten auszuprobieren. Dabei setzt das Projekt auf Interaktion über digitale Medien. Und zwar dort, wo sich die Zielgruppe bewegt: An Ampeln und Verkehrsschildern sowie über die Smartphones der Fußgängerinnen und Fußgänger. Nebenbei werden so auch unterschiedliche (digitale) Beteiligungsformen erprobt.
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  • Energielabor Tübingen
    Im Energielabor-Projekt Tübingen erforscht die Universität Tübingen in einem breit aufgestellten Konsortium zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern, wie im Stadtraum Photovoltaik, Solar- und Geothermie, Kleinwindkraft und Biomasse so ergänzt werden können, dass 50 Prozent der Versorgung durch regenerative Energiequellen erfolgt. Auch das Bewusstsein und der persönliche Beitrag der Bürgerinnen und Bürger soll aufgezeigt werden um dem Abbau von Vorbehalten gegenüber regenerativen Energiequellen zu dienen.
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  • Reallabor Stadt:quartiere 4.0 in Stuttgart und Herrenberg
    Im geographisch auf zwei Kommunen angelegten Reallabor der Universität Stuttgart sollen digitale Verfahren und Simulationen erprobt werden, um Bürgerinnen und Bürger in die jeweilige Stadtentwicklung einzubeziehen. Das Projekt dient der Auswahl, Erprobung und Evaluation geeigneter (digitaler) Methoden für die unterschiedlichen Planungphasen. Stadtquartiere sollen auf diese Weise zu „Reallaboren des Wandels“ werden und ein zu entwickelnder Planungsleitfaden die Erkenntnisse für andere Kommunen nutzbar machen.
    Information der Uni Stuttgart
  • Reallabor „STADT-RAUM-BILDUNG“ in Heidelberg
    Im Reallabor der SRH Hochschule Heidelberg untersuchen drei Hochschulen gemeinsam mit Praxispartnern, wie durch Um- und Ausbauten von Schulen Bildungslandschaften geschaffen werden können, die individualisierte und kooperative Lernformen ermöglichen. Auch soll untersucht werden, wie Schulen selber zu Impulsgebern für die Stadtgesellschaft werden können. Im Rahmen des Reallabors soll die Neustrukturierung lokaler Bildungslandschaften zur nachhaltigen Gestaltung der Wissensstadt wissenschaftlich, fachlich und praktisch unterstützt werden. Ein Handbuch zur Schulbau-Typologie soll die Erkenntnisse zu Projektende festhalten und übertragbar machen.
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  • Reallabor „Asylsuchende in der Rhein-Neckar-Region“
    Die Pädagogische Hochschule Heidelberg untersucht gemeinsam mit zahlreichen Praxisakteuren, welche Faktoren die wirtschaftliche und soziale Integration von Flüchtlingen in den Bereichen Spracherwerb, Arbeitsmarktintegration und Wohnen fördern. Darüber hinaus werden Integrationsmaßnahmen der beteiligten Kommunen verglichen, um Best-Practice-Beispiele herauszuarbeiten. Nach den zahlreichen Veränderungen der rechtlichen, strukturellen und sozialen Rahmenbedingungen der Flüchtlingszuwanderung in den letzten Jahren gilt es hier nachhaltige Lösungen innerhalb der veränderten Bedingungen aufzuzeigen.
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Die Ausschreibung vom Juni 2015 kann hier eingesehen werden. Die Pressemitteilung des Ministeriums vom 07.10.15 finden Sie hier.

Hochschultag Transformative Wissenschaft am 17.11. an der Bergischen Universität Wuppertal

Der AStA der Bergischen Universität Wuppertal organisiert am 17.11.15 den öko-sozialen Hochschultag „Transformative Wissenschaft“. Die Studierenden stellen mit dieser Veranstaltung die Frage, wie die Hochschule der Zukunft aussehen kann. Welche Art von Lehre und Forschung soll es an den Hochschulen geben, damit sie einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen der „großen Transformation“ leisten können. Wie kann sich Wissenschaft in Anbetracht von Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit und einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft neu aufstellen?

Auf der Veranstaltung soll die transformative Wissenschaft als Form der Wissenschaft vorgestellt werden, die Ihre Forschungsfragen aus den gesellschaftlichen Herausforderungen ableitet, transdisziplinär und partizipativ arbeitet, außeruniversitäre Akteure miteinbezieht und Veränderungen so selber mit anstößt. Von Reallaborforschung bis hin zu einer Lehre in gesellschaftlichen Verantwortung (Service Learning) soll an dem Hochschultag gezeigt werden, wie eine transformative Wissenschaft in der Praxis ganz konkret aussehen kann. Die daraus entstandenen Ideen sollen anschließend mit dem Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch und weiteren Gästen diskutiert werden. Ein offener Ausklang mit Fingerfood und Getränken bietet Raum zum diskutieren und kennenlernen.

Die Veranstaltung findet ganztägig auf der AStA-Ebene statt und ist öffentlich. Für die beiden Workshops „Transformative Lehre“ und „Transformative Forschung“ wird um Anmeldung an oekologie(at)asta.uni-wuppertal.de gebeten.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.asta-wuppertal.de/hochschultag

Der Tag findet in Kooperation mit TransZent und der Initiative ökosoziale Hochschultage statt, und wird von der Stadtsparkasse Wuppertal und der Barmenia gesponsert.

Reallabor-Forschungskolloquium am Karsruher Institut für Technologie

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Beteiligten des dort angesiedelten „Reallabor 131 / Quartier Zukunft“ und der „Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit“ (KSN) laden OrganisatorInnen anderer Reallabore, daran beteiligte WissenschaftlerInnen und Stakeholder von Reallaboren, sowie Studierende und Interessierte zu einem öffentlichen Forschungskolloquium jeweils Mittwochs um 11.30Uhr bis 13Uhr ein. Mit dem Forschungskolloquium bieten die OrganisatorInnen einerseits Studierenden erstmals Zugang zu einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Format Reallabor, andererseits auch den interessierten und aktiven WissenschaftlerInnen einen Ort der Reflexion und des Austausches über transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung. Einige Reallabore (BaWüLabs) stellen sich, Ihre Herausforderungen und aktuellen Erfahrungen vor. Das Programm finden Sie ausführlich hier.
Um Anmeldung wird gebeten via Mail an: marius.albiez(at)kit.edu

Begleitforschung der geförderten Reallabore in Baden-Württemberg

Die Reallabor-Forschung in Baden-Württemberg gewinnt zunehmend an Fahrt. Zum 01.01.2015 nahmen an sieben baden-württembergischen Hochschulen Reallabore zur Transformation von Städten, Regionen oder Sektoren ihre Arbeit auf, finanziert durch Mittel des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Anwendungsbereiche und Zielsetzungen der Reallabore sind divers: Sie wollen beispielsweise Produktionsketten in der Textilindustrie transparenter gestalten und damit Impulse zur Veränderung des Konsums geben oder Visionen einer nachhaltigen Mobilität in Städten gemeinsam mit Beteiligten vor Ort entwickeln.

Auf einer Auftaktveranstaltung „BaWü-Labs Go“ am 30.04.15 in Stuttgart präsentierten die Reallabore erstmals ihre Vorhaben einer breiteren Öffentlichkeit. Bereits auf dieser Veranstaltung zeigte sich eine breite Beteiligung wissenschaftsexterner ProjektpartnerInnen – ihre Einbindung ist ein Ziel der Reallabor-Forschung.

Wie setzen die Reallabore dieses und ihre weiteren Ziele um? Was können sie voneinander oder von ähnlichen Forschungsvorhaben lernen?
Und welche Erkenntnisse hinsichtlich des methodischen Vorgehens oder der konkreten Projektumsetzung sind für andere Forschungssettings interessant?
Diesen Fragen widmet sich die Begleitforschung, die die Reallabore über die Projektlaufzeit bis Ende 2017 unterstützen wird.
Die Begleitforschung besteht aus zwei Teilprojekten. Die beiden Projektteams wirken – in engem Austausch mit den Reallaboren – auf zwei miteinander verschränkte Zielsetzungen hin:

(1) Begleitende Unterstützung und Vernetzung der Reallabore mit Blick auf die Prozessgestaltung, die Erarbeitung übergreifender Ergebnisse sowie die nationale und internationale Vernetzung der Reallabore.
(2) Gewinnen von Einsichten über die Prozesse in den Reallaboren, vor allem hinsichtlich Methoden, Qualitätsmerkmalen und transdisziplinärer Wissensintegration.

Das Team „Forschung in Reallaboren begleiten, systematisieren und transferieren (ForReal)“ (Kooperation aus Leuphana Universität Lüneburg / Institut für sozial-ökologische Forschung Frankfurt / Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie) möchte:

  • die BaWü-Labs durch Bereitstellung strukturierter und praxisorientierter Grundlagen zur „Reallaborforschung“, gezielte Inputs und interner/externer Vernetzung unterstützen,
  • die eingesetzten Methoden in den Reallaboren zur Verwirklichung der konzeptionellen Reallabor-Ideen ermitteln, beschreiben und strukturieren,
  • übergreifende Qualitätsmerkmale von Reallaboren als Trans- formationsvorhaben identifizieren,
  • zur Übertragbarkeit von Prozessen und Ergebnissen sowie in der nationalen und internationalen Vernetzung zum Austausch von Good Practices beitragen.

Das Team „Reallabore vernetzen, verstehen und verstetigen“ (Universität Basel) möchte

  • inter- und transdisziplinäre Prozesse in den BaWü-Labs unterstützen,
  • dazu beitragen, dass das übergreifende Erfahrungswissen der BaWü-Labs zu verallgemeinerbaren Aussagen führt, sowie
  • einen moderierten Rahmen bieten für Austausch, gemeinsames Lernen, Vergemeinschaftung und Generalisierung der Erfahrungen und Einsichten.

Bearbeitet werden dabei von dem Projektteam in Basel Themen, die alle BaWü-Labs interessieren können:

  • Verstetigung: Kontextspezifische Stärkung der einzelnen BaWü-Labs
  • Methodologie: Hinweise zur Gestaltung der Prozesse in Reallaboren
  • Förderung: Wissenschaftspolitische Empfehlungen für Reallabore
  • Epistemologie: Erkenntnisse zu „Co-Design“ und „Co-Production“ von Wissen
  • Bildung: Stärkung BaWü-Labs als Lernorte einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Beide Teams der Begleitforschung bauen auf einem reichhaltigen Erfahrungsschatz über Forschungs- und Vernetzungsprozesse in transdisziplinären Projekten mit Beteiligung wissenschaftsexterner Akteure auf.

Über die Arbeit der Reallabore und deren Begleitforschung wird in Zukunft auf den Seiten des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums sowie auf dem Blog Transformative Wissenschaften (Reallabore) berichtet.

Veranstaltungsbericht «BaWü-Labs Go» am 30.04.2015 in Stuttgart

von Mandy Singer-Brodowski (Begleitforschungs-Team „ForReal“ – „Forschung in Reallaboren begleiten, systematisieren und transferieren“

Mit rund 250 BesucherInnen aus Wissenschaft und Praxis war die Auftaktveranstaltung für die baden-württembergischen Reallabore «BaWü-Labs Go!» am 30.04.2015 in der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste ein gelungener und gut besuchter Auftakt.

 

Frau Petra von Olschowski, Rektorin der Akademie der bildenden Künste (ABK), eröffnete die Veranstaltung, in dem sie die verschiedenen Studiengänge der ABK (Architektur, Industrie-Design, Kommunikations-Design etc.) und ihren jeweiligen Bezug zum Thema Nachhaltigkeit darstellte. Sie zeigte anhand der eigenen Hochschule auf, wie die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit und Reallaboren sowohl nach innen (mehr Lehrveranstaltungen) als auch nach außen (Wirkung der Hochschule in die Stadt) aktuell eine intensive Dynamik entfaltet.

Reallabore als Ort des gemeinsamen Lernens

Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer stellte anschließend dar, warum und wie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst das Konzept der Reallabore in die eigene Förderung aufgenommen hat. Ihre Ausführungen begann sie mit einer Beschreibung von Reallaboren. Diese sind aus ihrer Sicht notwendig, weil 1. die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen einen umfassenden Veränderungsprozess unserer Gesellschaften in nur kurzer Zeit erforderten, 2. Wissenschaft in der Kooperation mit gesellschaftlichen Akteuren auch neue Wege gehen soll und 3. damit gesellschaftliche Akteure eingeladen werden, in konkreten Forschungs- und forschungsgestützten Veränderungsprozessen zu partizipieren. Etablierte Formen der Grundlagenforschung werden durch eine Forschung in Reallaboren nicht etwa verdrängt, sondern weiterhin notwendig seien. Theresia Bauer wies auf das aktuelle Positionspapier des Wissenschaftsrates zu den Großen gesellschaftlichen Herausforderungen hin, das am 24.04.2015 in Stuttgart veröffentlicht wurde und das Grundlagenforschung und Innovationsförderung als zwei wesentliche wissenschaftspolitische Zielvorstellungen darstellt, die durch eine Forschung zu den Großen gesellschaftlichen Herausforderungen ergänzt werden. Dazu sollte in Forschungs- und Innovationsprozessen vermehrt mit Akteuren ausserhalb der Wissenschaft zusammengearbeitet werden. Als positive Beispiele solcher Kooperationen nennt der Wissenschaftsrat die Reallabore in Baden-Württemberg.

3 BaWü-Labs Stuttgart_DSC06854 Vortragssaal in der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart

Theresia Bauer machte in ihrem Vortrag weiterhin deutlich, dass die Beteiligung von gesellschaftlichen Akteuren in transdisziplinären Forschungsprozessen von allen Akteuren ein gemeinsames Lernen erfordert, in dessen Rahmen die bisherigen Rollen nicht aufgelöst, sondern aufeinander bezogen werden. Dies kennzeichnet auch das Konzept des Reallabors, in dem durch eine enge Kooperation der Forschenden mit Beteiligten aus Verbänden, Kommunen oder Unternehmen gesellschaftliche Lern- und Veränderungsprozesse vorangetrieben und so wissenschaftliches Wissen und ausserwissenschaftliches Wissen integriert wird.

Eröffnung des „Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft“ des Reallabor 131 in der Karlsruher Oststadt am 13.06.

Am 13. Juni wird der „Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft“ des Reallabor 131 in der Karlsruher Oststadt feierlich eröffnet. Auf Basis des „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ und als Bestandteil des „Reallabor 131 – KIT findet Stadt“ wird der Zukunftsraum künftig vielen Interessierten als Treffpunkt zum Austausch und als gemeinsamer Arbeitsort für WissenschaftlerInnen und Akteure in der Oststadt zur Verfügung stehen. Neben der Bereitstellung von Beratungsangeboten zu Mobilitäts- und Energiefragen wird hier ein Raum für Ideen und Umsetzungen einer nachhaltigen Entwicklung der Oststadt (und darüber hinaus) entstehen. Die Eröffnung und Etablierung des Zukunftsraums wird in Politik, Wissenschaft und Stadtgesellschaft weithin und prominent wahrgenommen. Das verdeutlicht die Teilnahme von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, KIT-Bereichsleiter Karl-Friedrich Ziegahn und Oberbürgermeister Frank Mentrup, die dem offiziellen Teil der Eröffnung beiwohnen werden.
Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig, für Getränke und einen kleinen Snack ist gesorgt.

Kick-Off Veranstaltung des EnSign Reallabors am 12.06. in Stuttgart

Das EnSign RealLabor erhält als eines von sieben BaWü-Labs die Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg für die Erarbeitung von Antworten auf transdisziplinäre Forschungsfragen rund um das Thema „Nachhaltige Konzepte für einen klimaneutralen Innenstadt-Campus“. Unter dem Motto: „HFT Stuttgart als Nachbar der Region“ soll ein intensiver Austausch mit internen und externen, lokalen und regionalen Partnern entstehen und darauf aufbauend weitere Kooperationsprojekte initiiert werden. Ziel dabei ist, gemeinsam unterschiedlichste Konzepte, Szenarien und Lösungen zu erarbeiten, die eine möglichst hohe Übertragbarkeit auf weitere Liegenschaften aufweisen.
Am 12.06.2015 von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr soll das Reallabor in der Aula der HFT Stuttgart (Schellingsstrasse 24, Bau 1) offiziell eröffnet werden. Eine Anmeldung kann unter diesem Link vorgenommen werden. Um Anmeldung bis zum 08.06.2015 wird gebeten.
Das Programm zur Eröffnungsveranstaltung finden Sie hier:

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Reallabore als Katalysator für eine lernende Gesellschaft auf dem Weg zu einer Nachhaltigen Entwicklung

Was sind die Schlüsselelemente einer nachhaltigen Entwicklung? Uwe Schneidewind und Mandy Singer-Brodowski setzen sich in ihrem Artikel „Vom experimentellen Lernen zum transformativen Experimentieren – Reallabore als Katalysator für eine lernende Gesellschaft auf dem Weg zu einer Nachhaltigen Entwicklung“ mit der Frage auseinander, wie der Wissenstransfer von Nachhaltigkeitsthemen gelingen und zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen beitragen kann und welche Rolle dabei Reallabore spielen.
Der Beitrag knüpft an die Inhalte der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) an und schlüsselt auf, wie sich Lernende über die Durchführung eigener Projekte, die real existierende Probleme thematisieren (real-world-problems), Kompetenzen im Sinne einer reflektierten Lebensweise aneignen können. Dabei steht die Reflexion des eigenen Denkens und Handels im Sinne eines emanzipatorischen Ansatzes im Vordergrund. Lernende sollen mittels der Projektarbeit selbständig auf Probleme aufmerksam werden und Lösungen für diese entwickeln als auch kooperatives Handeln erlernen. Schneidewind und Singer stellen die Vorteile des Erfahrungslernens (experiential learning) in Nachhaltigkeitsprojekten dar und erklären wie diese Form des Lernens einen gesellschaftlichen Wandel fördern und somit zur großen Transformation beitragen kann. Sie zeigen die Notwendigkeit von Realexperimenten bzw. von Reallabors für die transdisziplinäre Forschung und Bildung auf und benennen die methodischen und normativen Herausforderungen ihrer Umsetzung.
Der Beitrag ist in der Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik (zfwu 1/2015) erschienen und steht mit freundlicher Genehmigung des Rainer Hampp Verlags nun hier als Download zur Verfügung.

Forschung für Nachhaltigkeit: 8 Millionen Euro für die nachhaltige Entwicklung von Städten in Baden-Württemberg

Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg fordert Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen des Landes zur Teilnahme an der Ausschreibung „Reallabor Stadt“ auf. Mit dieser zweiten Ausschreibungsrunde im Rahmen der Strategie „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ werden Projekte gefördert, die in Zusammenarbeit mit Kommunen gesellschaftliche Herausforderungen des urbanen Raumes wissenschaftlich bearbeiten und die Stadtentwicklung aktiv vorantreiben.
„Viele gesellschaftliche Herausforderungen zeigen sich besonders deutlich in unseren Städten. Dazu gehören Einwanderung, neue Formen von Wohnen und Mobilität, Digitalisierung, die Alterung unserer Gesellschaft“, so Wissenschaftsministerin Bauer. Zugleich werde in Städten an Lösungen für diese Probleme gearbeitet: „Städte sind Labore der Zukunft, weil hier Wissenschaft, Kommunen, die Wirtschaft und Bürger gemeinsam Lösungsansätze entwickeln können“. Diese Form der Zusammenarbeit soll die ausgeschriebene neue Förderlinie des Wissenschaftsministeriums stärken. Dafür stehen insgesamt 8 Mio. Euro zur Verfügung, die nach Begutachtung durch ExpertInnen im November 2015 vergeben werden. Die Frist zum Einreichen von Anträgen ist der 26.06.2015. Die vollständige Ausschreibung finden Sie unter diesem Link.

„Urbane Reallabore – ein Blick in die aktuelle Forschungswerkstatt“ – Grundlagenartikel von Uwe Schneidewind veröffentlicht

„Reallabore“ und hierbei insbesondere „urbane Reallabore“ spielen beim Verständnis komplexer Transformationsprozesse zu einer nachhaltigen Entwicklung als methodischer Zugang eine zunehmend bedeutsame Rolle. So hat das Land Baden- Württemberg erst vor kurzem im Rahmen einer eigenen Förderlinie sieben solcher Reallabore auf den Weg gebracht. In einem Grundlagenbeitrag in der Zeitschrift Planung Neu Denken (pnd online) führt Uwe Schneidewind in das Konzept und die aktuelle Debatte zu urbanen Reallaboren ein und bettet dort u.a. auch die baden- württembergischen Reallabore ein. Der Beitrag „Urbane Reallabore ein Blick in die aktuelle Forschungswerkstatt“ kann online hier abgerufen werden.

Auftaktveranstaltung zum Start der Reallabore für den Wandel zur Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert ab Januar 2015 sieben Reallabore, bei denen Wissenschaft und Partner wie Kommunen, Verbände und wirtschaftliche Akteure gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen im Land wissenschaftlich bearbeiten. Themen sind unter anderem nachhaltige Mobilitätsstrukturen, nachhaltige Stadtentwicklung, der Nationalpark Nordschwarzwald oder nachhaltiger Textilkonsum. Zum Start der Projekte lädt das Ministerium zu einer öffentlichen Veranstaltung, in der die Reallabore vorgestellt und die Besonderheiten dieser Forschung in ihren Teilaspekten beleuchtet werden: BaWü-Labs GO! Start der Reallabore für den Wandel zur Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg am Donnerstag, 30. April 2015, 13.00 – 18.00 Uhr in der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Um Anmeldung wird gebeten bis 21. April 2015 unter: nachhaltigkeit@mwk.bwl.de

Reallabore in Baden-Württemberg ausgewählt – 7 Millionen Euro für die Stärkung der Nachhaltigkeitsforschung

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert ab 2015 mit insgesamt bis zu 7 Mio. Euro Projekte zur Einrichtung von Reallaboren an Hochschulen im Land. Eine Kommission mit externen Gutachtern hat jetzt über die Anträge der Vorauswahl-Runde entschieden. Bei den jetzt geförderten Reallaboren werden praktische Fragen großgeschrieben: so ist es z. B. Ziel des Reallabors Nordschwarzwald, ökologische, soziale und ökonomische Wirkungsbeziehungen zwischen dem neu gegründeten Nationalpark und der Region Nordschwarzwald mit Blick auf eine regionale Nachhaltigkeitstransformation gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu analysieren, zu bewerten und daraus konkrete Handlungsoptionen abzuleiten und umzusetzen. „Weil Wissenschaft heute nicht mehr nur im abgeschlossenen Labor stattfinden kann, machen wir unsere unmittelbare Umgebung zum Labor“, sagte Ministerin Bauer anlässtlich der Veröffentlichung der Ergebnisse.

Die Reallabore werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Zur Vernetzung der einzelnen Reallabore, auch über die Landesgrenzen hinaus, sind Konferenzen geplant, eine erste öffentliche Veranstaltung zur Vorstellung der Projekte wird es im Frühjahr 2015 geben.
Die letztlich ausgewählten Projekte können Sie hier sehen.
Zur Pressemitteilung des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst gelangen Sie hier.

Veranstaltungsbericht „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“

Matthias Wanner

Wissenschaftlicher Assistent der Geschäftsleitung

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Diskussionsbeiträge
zur Transformativen Wissenschaft

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Am 10. und 11.07.2014 veranstaltete das Institut für urbane Entwicklungen in Kassel zusammen mit der NaWis-Runde ein Symposium zum Thema „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“. Im Zentrum der Diskussionen standen damit nicht nur der hochaktuelle Raum der Stadt (sowie der Region), sondern auch ein, die Nachhaltigkeitsdiskussion seit mehreren Jahren stark begleitendes Konzept, nämlich die (große) Transformation, sowie zwei aktuell stark diskutierte Begriffe: Resilienz und Reallabore.

 
Die einleitenden Beiträge widmeten sich dementsprechend dem Brückenschlag von den bekannten großen Herausforderungen (Klimawandel, Ressourcenknappheiten, demografischer Wandel) zum Verständnis einer großen Transformation und den hiermit geforderten Veränderungen im wissenschaftlichen System (transformative Forschung/ Transformationsforschung (WBGU 2011), transformative Wissenschaft (Schneidewind/ Singer-Brodowski 2014)). Neben den vielfältigen methodischen und strukturellen Veränderungen im Wissenschaftssystem könnten Reallabore eine innovative und integrative Form guter transdisziplinärer Forschung sein, die robustes, reflektiertes und anwendungsorientiertes Wissen und Erfahrungen erzeugt. Reallabore und auch Resilienz sind also Modi und Konzepte des Zwischenraums zwischen einer wachstumsorientierten, nicht-nachhaltigen Ist-Transformation und einer erwünschten Soll-Transformation. Diese These wurde im Lauf der Tagung eingehend diskutiert, sowohl auf begrifflich-methodischer Ebene, als auch verstärkt unter dem praktisch-empirischen Blickwinkel konkreter Projekte vor Ort.
 
Unter anderem wurde das scheinbar neue Konzept der Reallabore verschiedentlich angebunden an teils jahrzehntealte wissenschaftliche Konzepte realer Experimente mit hoher ökologischer Validität oder an die langjährige Praxis des BBSR, Modellvorhaben durchzuführen. Ebenso wurde einerseits die Ambivalenz des Begriffs (Labore als pragmatische Werkstätten oder als „aseptische“ Experimentalräume) und die Gefahr vor Missverständnissen (Beteiligte als unwissend Manipulierte oder Labore als unsaubere „soziale Experimente“) diskutiert, andererseits die Stärke eines attraktiven und pointierten Begriffs, der als Kristallationspunkt für Methoden- und Qualitätsdiskussionen im transdsiziplinären Kontext dient.
Über verschiedene Vorträge hinweg wurden die Konturen eines Reallabors deutlicher:
  • ein RL strebt Veränderungen in der „realen Welt“ (also zusätzlich zu akademischem Wissenszuwachs) an -> real-world impact UND scientific impact,
  • RL verankern sich in der transdisziplinären Forschung und versuchen deshalb, die mit Co-Design und Co-Produktion formulierten Ansprüche weitgehend einzulösen,
  • RL richten ihren Fokus verstärkt auf Transformationsprozesse und transformative Fähigkeiten der beteiligten Akteure,
  • RL sollten Beiträge zur Transformation zur Nachhaltigkeit sein, die deutlich über Projekte zur reinen Effizienzsteigerung hinausgehen

„Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“ – Tagung am 10./11.07. in Kassel

Vom 10.07. bis 11.07. findet an der Universität Kassel die Tagung „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“ statt. Städte sind ein idealtypischer Raum für das Forschen in Reallaboren. In ihnen können Realexperimente zur Beförderung einer nachhaltigen Entwicklung initiiert und wissenschaftlich begleitet werden. Die vielfältigen Erfahrungen und wissenschaftlichen Projekte über den Stadtumbau hin zu resilienten Strukturen sollen in dem wissenschaftlichen Symposium zusammengeführt werden. Dabei wird zunächst bilanziert, wo die Forschung zur Resilienz und Transformation von Städten und Regionen steht, um dann über zukünftige Aufgaben und das systematische Implementieren von Reallaboren und ihrer Erforschung zu diskutieren. Es werden dabei auch konkrete Beispiele derartiger Labore einbezogen, die unter anderen durch die Impulse der ExpertInnen des Institut für urbane Entwicklungen der Universität Kassel und den kooperierenden NaWis-Institutionen vorgestellt werden.
Das vollständige Programm und mehr Informationen zur Tagung finden Sie hier.

Begleitforschung zu Reallaboren in Baden-Württemberg ausgeschrieben

Um die Hochschulen in Baden-Württemberg in ihrem Beitrag für nachhaltige Entwicklung zu stärken, hat die Landesregierung 2013 im Rahmen des Innovations- und Qualitätsfonds ein Förderprogramm im Umfang von 5 Mio. € zur Einrichtung sogenannter Reallabore ausgeschrieben. Im Rahmen einer ersten Auswahlrunde wurden 10 Projektanträge ausgewählt und die Antragsteller aufgefordert Vollanträge einzureichen. Die endgültige Auswahl der zu fördernden Projekte erfolgt bis Herbst 2014. Die abschließend ausgewählten Projekte sollen wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden. Ziele der Begleitforschung sind die Einbindung der Projektfragestellungen und -ansätze in eine Gesamtbetrachtung und die Unterstützung des Transfers von Forschungsergebnissen in die Praxis. Anträge zur Begleitforschung können bis zum 30.06.2014 eingereicht werden.
Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.

Forschung für Nachhaltigkeit: 10 Projekte für die Einrichtung von Reallaboren an baden-württembergischen Hochschulen für Endrunde qualifiziert

In der Bewerbung für Fördermittel des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums zur Einrichtung von so genannten Reallaboren haben insgesamt zehn Projekte die Vorrunde erfolgreich bestanden und können nun mit Vollanträgen an der entscheidenden Endauswahl teilnehmen. Mit dem Förderprogramm Stärkung des Beitrags der Wissenschaft für eine nachhaltige Entwicklung“ nimmt Baden-Württemberg eine Pionierrolle ein, da dieser Ansatz bisher wenig verbreitet ist.

In Reallaboren begeben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in reale Veränderungsprozesse. Sie begleiten z. B. die Sanierung von Stadtteilen oder die Einführung nachhaltiger Mobilitäts- oder Energiesysteme vor Ort. Reallabore helfen gesellschaftliche Veränderungsprozesse besser zu verstehen, mitgestalten und in ihren Wirkungen messen zu können. Sie bieten Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und freien Forschungsinstituten sowie zwischen Wirtschaft, Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Die zehn in der Vorrunde erfolgreichen Projekte können nun bis zum 18. Juli 2014 Vollanträge einreichen, über die im Herbst 2014 gutachterlich entschieden wird. Für die Erstellung der Vollanträge können die Projekte bereits jetzt mit bis zu 50.000 Euro gefördert werden. Förderbeginn für die in der Endauswahl erfolgreichen Projekte ist voraussichtlich Dezember 2014. Die Reallabore werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Ausschreibung zur Förderung von Reallaboren in Baden-Württemberg gestartet

Im Rahmen der Initiative „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums ist die zweite Ausschreibung zur „Stärkung des Beitrags der Wissenschaft für eine nachhaltige Entwicklung“ gestartet. Bereits im Jahr 2012 gab es eine Ausschreibung in Höhe von 3 Mio € zur Förderung von Projekten für die Integration von Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Hochschul-Verwaltung.

Mit der Veröffentlichung der Empfehlungen der Expertengruppe „Wissenschaft für Nachhaltige Entwicklung“ im Juni 2013 wurde von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer eine zweite Ausschreibungsrunde in Höhe von 5 Mio € angekündigt. Aufbauend auf den Empfehlungen der Expertengruppe ist der Schwerpunkt dieser Ausschreibung die Förderung von Reallaboren. Die Förderung wird aus Mitteln des Innovations- und Qualitätsfonds (IFQ) ermöglicht. Die Einreichung von Projektskizzen im zweistufigen Antragsverfahren muss bis zum 14.02.2014 erfolgt sein.

Die Ausschreibung, die Richtlinien zur Beantragung und das Antragsformular können Sie hier herunterladen:

IQF_Ausschreibung_Reallabore Kriterien und RichtlinienAntragsformular Nachhaltigkeit

Mehr Informationen erhalten auf der Seite des Baden-Würrtembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst: http://mwk.baden-wuerttemberg.de/service/aktuelle-ausschreibungen/staerkung-des-beitrages-der-wissenschaft-fuer-eine-nachhaltige-entwicklung/

Diskussionsbeitrag: Reallabore weiter denken – ein Kommentar zum Expertenbericht „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ des Baden-Württembergischen Wissenschaftsministeriums

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Prof. Dr. Andreas Löschel

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

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Dr. Daniel Römer

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

Im Bericht der Expertengruppe „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ wird als eine wichtige Aufgabe der Aufbau von Reallaboren genannt, um  „Transformationsprozesse zu einer Nachhaltigen Entwicklung gezielt wissenschaftlich anzuregen und zu begleiten.“ Weiterhin soll es in diesem Rahmen möglich sein, „Veränderungsprozesse zu beobachten, in ihren Ursachen und Wirkungen besser zu verstehen, Probleme ggf. früh zu erkennen und gemeinsam mit den vor Ort Betroffenen Maßnahmen zu ihrer Lösung zu entwickeln.“ Aus dieser Sicht dienen Reallabore daher zwei Zielen: Zum einen beinhaltet die Ausrichtung eine starke Ergebnisorientierung, d.h. das Ziel, konkrete Veränderungsprozesse zu erreichen und zu dokumentieren. Zum anderen wird aber auch ein Erkenntnisgewinn angestrebt, d.h. die Identifikation von Kausalzusammenhängen, die sich auf zukünftige Herausforderungen übertragen lassen. Wenn beide Ziele ernst genommen werden, sollte somit sichergestellt werden, dass Reallabore nicht nur einen Wissenstransfer in die Praxis darstellen, sondern auch aus wissenschaftlicher Perspektive einen Erkenntnisgewinn generieren.

Die im Bericht erwähnten Beispiele für Reallabore erwecken beim Lesen den Eindruck, dass sie eher Fallbeispiele einer erfolgreichen Transformation darstellen. Durch die Analyse erfolgreicher Transformation können wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Allerdings ist die Generalisierbarkeit dieser Erkenntnisse durchaus kritisch zu hinterfragen. Der Nachweis von Kausalzusammenhängen ist auf Grundlage eines Einzelfalles nicht möglich. Nur durch Vergleich mit einer geeigneten Kontrollgruppe kann ein wissenschaftlich fundierter Erkenntnisgewinn erzielt werden. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre die  Gegenüberstellung von Reallaboren mit einer Kontrollgruppe, d.h. mit vergleichbaren Orten, an denen keine Eingriffe vorgenommen werden. Hierbei stellt die benötigte Vergleichbarkeit der Kontrollgruppe allerdings eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar, insbesondere bei einer kleinen Anzahl an Beobachtungen. In jedem Fall sollte diese Einschränkung bei der Entwicklung des Konzepts beachtet werden. Aufgrund der beschriebenen Identifikationsprobleme wäre ein grundsätzlich weiter gefasstes Verständnis von Reallaboren sinnvoll, das über die Betrachtung von Fallbeispielen hinausgeht und natürliche Experimente und feldexperimentelle Studien mit einschließt. Natürliche Experimente entstehen durch die Veränderung der institutionellen oder politischen Rahmenbedingungen, beispielsweise aufgrund einer neu eingeführten Politikmaßnahme. Auch hier ist eine ideale Kontrollgruppe häufig nicht zu beobachten. Aufgrund der typischerweise umfangreicheren Anzahl an Beobachtungen lassen sich hier jedoch mit Hilfe moderner ökonometrischer Verfahren (wie z. B. Propensity Score Matching oder Synthetische Kontrollgruppen) Kausaleffekte identifizieren. Feldexperimente hingegen werden gezielt zur Beantwortung einer praxisbezogenen Forschungsfrage gestaltet. Bei dieser Methodik, die sich in den Sozialwissenschaften einer steigenden Beliebtheit und Anwendung erfreut, wird durch systematische Randomisierung eine geeignete Kontrollgruppe generiert und somit eine saubere Kausalanalyse möglich. Beide methodischen Ansätze wahren den starken Bezug zur politischen und wirtschaftlichen Realität, genügen jedoch auch den Ansprüchen wissenschaftlicher Forschung. Sie bieten die Gelegenheit, individuelles Entscheidungsverhalten in einem natürlichen Umfeld und unter einer systematischen Veränderung der Rahmenbedingungen beobachten zu können. Im Vergleich zu einem leicht als Untersuchungsobjekt identifizierbaren Reallabor ist den Beteiligten hier zudem in der Regel weniger bewusst, dass ein wissenschaftlicher Begleitprozess stattfindet.

Veranstaltungsbericht „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erprobungsräume für Transformation“

Insgesamt 150 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erpobungsräume für Transformation“ am 27.09. in Stuttgart. Nach einem Grußwort der Ministerin, Theresia Bauer, wurden im ersten Teil der Veranstaltung die Empfehlungen der „Expertengruppe Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ von Prof. Dr. Armin Grunwald vorgestellt. Mit dem Fokus auf die Empfehlung der Etablierung von Reallaboren war sowohl der Rahmen für die ganze Veranstaltung gesetzt, als auch ein wichtiger Schwerpunkt für die kommende Ausschreibung des MWK zur Förderung der Nachhaltigen Wissenschaft in Baden-Württemberg präzisiert. Anhand einer Reihe von internationalen, nationalen und landesweiten Beispielen wurde gezeigt, wie eine Konkretisierung von Reallaboren sowohl innerhalb einer Hochschule, als auch in einem Verbund mit lokalen Partnern aussehen kann. 

Herbert Dreiseitl
 (Atelier Dreiseitl Rambøll Gruppe) verdeutlichte zunächst anhand der Renaturalisierung des Kallang River im Bishan-Ang Mo Kio Park in Singapur wie ein umfassendes Infrastrukturprojekt zur nachhaltigen Stadtentwicklung erfolgreich umgesetzt werden kann. Dr. Michael Stauffacher vom Institut für Umweltentscheidungen (IED) an der ETH Zürich machte in seinem Vortrag über transdisziplinäre schweizerische Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu Energiestrategien deutlich, dass für diese kontinuierliche Zusammenarbeit mit Partnern außerhalb der Hochschule das Vertrauen der beteiligten Akteure ein wichtiges Gelingenskriterium ist – zusätzlich zu den Qualitätskriterien der Forschung insgesamt.

Die anschließende Podiumsdiskussion fand unter Beteiligung der beiden Redner, sowie Prof. Dr. Rainer Grieshammer (Geschäftsführer des Öko -Institut Freiburg), Prof. Dr. Wolfgang Marquardt (Vorsitzender des deutschen Wissenschaftsrates) und Julia Wittmayer
(Projektleiterin am Dutch Research Institute for Transitions (DRIFT) der Erasmus University Rotterdam statt und zeigte einmal mehr das dynamische Spannungsverhältnis von traditionell disziplinär organisierter Wissenschaft und der Wissenschaft mit einem transdisziplinären und transformativem Anspruch auf. Insbesondere von Prof. Marquardt wurde betont, dass zur erfolgreichen Etablierung der Nachhaltigkeitswissenschaft der eigene „Kern der Forschung“ herausgearbeitet werden müsse. Letztlich wurde von allen Podiumsdiskutanten bestätigt, dass für individuelle Lebensläufe und Karrieren im klassischen Wissenschaftssystem Inter- und Transdisziplinarität zumindest keinen beschleunigenden Effekt habe. Dies macht einmal mehr die Notwendigkeit des Aufbaus institutioneller und komplementärer Strukturen durch die Wissenschaftspolitik deutlich, damit ausreichend Anreize für WissenschaftlerInnen zur Arbeit am und im Reallabor geschaffen werden.

„Reallabore als Erpobungsräume für Transformation“ – Veranstaltungsprogramm online

Am 27. September 2013 findet in Stuttgart die öffentliche Veranstaltung „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erpobungsräume für Transformation“ mit der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin, Theresia Bauer, und dem Vorsitzenden des Wissenschaftsrats, Prof. Dr. Wolfgang Marquardt, statt. Der Veranstalter, das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat nun das Programm veröffentlicht.

„Die Landesregierung möchte Projekte fördern, bei denen Wissenschaft und Partner wie Kommunen, Verbände und wirtschaftliche Akteure gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen vor Ort bearbeiten. Damit greift sie die Idee der Reallabore auf, die von der Expertengruppe formuliert wurde. Die Veranstaltung bietet ein Forum für Akteure aus Wissenschaft und Gesellschaft, die Empfehlungen der Expertengruppe zu diskutieren und weiter zu konkretisieren. Diese sollen dabei anhand nationaler und internationaler Beispiele von Reallaboren verdeutlicht werden.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)

Anmeldung bis zum 13. September 2013 unter nachhaltigkeit(at)mwk.bwl.de oder Fax: 0711/279-3210.
Das Programm kann hier heruntergeladen werden:
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„Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erprobungsräume für Transformation“

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung: „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erprobungsräume für Transformation“ werden am 27. September die Empfehlungen der Expertenkomminission „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ in Baden-Würrtemberg diskutiert. Die Veranstaltung findet von 13 bis 18Uhr an der Hochschule für Technik Stuttgart statt.

„Wissenschaft ist ein Problemlöser. Doch die Lösungen für viele große Fragen wie den Klimaschutz, die Energiewende oder den demografischen Wandel kann Wissenschaft heute nur zusammen mit anderen Akteuren entwickeln. Die Landesregierung Baden-Württemberg möchte daher Projekte fördern, bei denen Wissenschaft und Partner wie Kommunen, Verbände und wirtschaftliche Akteure gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen vor Ort bearbeiten.

Die Landesregierung greift damit die Idee der „Reallabore“ auf, die die Expertengruppe „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ in Baden-Württemberg im Juni 2013 in ihren Empfehlungen entwickelt hat. Die Veranstaltung stellt nationale und internationale Beispiele solcher Reallabore vor. Mit Akteuren aus Wissenschaft und Gesellschaft sollen die Empfehlungen der Expertengruppe diskutiert und weiter konkretisiert werden.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)

Video zum baden-württembergischen Bericht „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ online

Inhaltliche Eckpunkte des Berichtes „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ Baden-Württemberg

Am 13.06.2013 empfing die Baden-Württembergische Wissenschaftsministerin, Theresia Bauer, im Rahmen einer Pressekonferenz die Empfehlungen zur „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ durch den Vorsitzenden der Expertenkomission, Prof. Dr. Uwe Schneidewind. In einem kurzen Videostatement geht Uwe Schneidewind auf wichtige Inhalte des Berichtes ein und erläutert die Relevanz nachhaltiger Entwicklung für das baden-württembergische Wissenschaftssystem.

Veröffentlichung des Baden-Württembergischen Expertensberichts zu Nachhaltiger Wissenschaft

UweSchneidewind_Theresia BauerFoto: Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Kommissionsvorsitzender Prof. Dr. Uwe Schneidewind
(Quelle: MWK)
Am 13.06. empfing die Baden-Württembergische Wissenschaftsministerin, Theresia Bauer, im Rahmen einer Pressekonferenz die Empfehlungen zur „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ durch den Vorsitzenden der Expertenkomission, Prof. Dr. Uwe Schneidewind. Die siebenköpfige Expertenkommission hatte seit Frühjahr 2012 beraten, wie das Baden-Württembergische Wissenschaftssystem den großen gesellschaftlichen Herausforderungen in geeigneter Weise begegnen kann. Der Abschlussbericht der Kommission bündelt die Ergebnisse der Analyse und stellt zentrale Empfehlungen vor. Die Wissenschaftsministerin kündigte im Rahmen des Empfangs der Empfehlungen die zweite Ausschreibungsrunde einer Förderlinie über 5 Millionen Euro für Nachhaltigkeitsprojekte an Baden-Württembergischen Hochschulen an. 3 Millionen Euro wurden bereits im Rahmen einer ersten Ausschreibungsrunde vergeben.

Die Empfehlungen können Sie hier herunterladen.